// daheim

9. März 2010

London in Alltäglichkeit

Ich war die letzten zwei Tage in London unterwegs. Einerseits weil der Flug so unwiderstehlich günstig war, ich die liebe Jenny besuchen wollte und nach einer stressigen Uniwoche einen Tapetenwechsel wirklich vertragen konnte. Drum folgt an dieser Stelle ein kleiner Reisebericht. Abseits von den unsäglichen Reihungen all der Sehenswürdigkeiten.

London ist ganz schön klischeebehaftet. Zumindest war es dies bei mir. All diese Vorurteile über die hetzenden Banker, die wälzenden Massen von Touristen und der ganze Circus um das Adelsgeschlecht. Und doch kann man sich dieser Stadt ganz anders näher.

Dann ist sie viel mehr wie in dem Lied “30 Minutes in London” von Antoine Dufour. Sie rast immernoch dahin in einem Tempo, dass schwer für Erholung sorgen könnte. Unter dieser Schicht liegt allerdings eine viel sanftere Melodie, fließt diese dahin. Es ist dieses Gefühl, wenn man beginnt sich in der Alltäglichkeit eines Ortes zu verlieren. Wenn es halt nicht mehr darum geht, die Stationen des Reiseführers abzuarbeiten, die vorher aufgestellte Liste durch zu prozessieren. Man gibt sich der Stadt einfach hin und schaut, was sie mit einem macht. Und dann entdeckt man die wahren Facetten der Orte: Plötzlich sieht man ein leicht verträumtes London unter der Schicht aus Zeitnot. Romantische Gassen in Notting Hill – abseits von den Touristenfluten der Wochenenden.

Aber das schönste daran, wenn man sich einfach dem Alltäglichen einer Stadt hingibt ist: Jeder Besuch zeigt einem eine andere Seite.

19. Februar 2010

Das bisher aufgeschobene Stiefkind

Schon lange hatte ich die Idee, einfach mal ein paar Nachrichten, Artikel und Meinungen, die ich so selber täglich im Netz lese, zusammenzustellen. Einfach um mal ein paar Neuigkeiten abseits von den typischen Schlagzeilen aufzuzeigen, die mir irgendwie wichtig erscheinen. Lange lag diese Idee in der Schublade – und jetzt hab ich sie rausgekramt.

Unter neu.ohnehin.com werde ich in Zukunft immer mal meine täglichen Fundstücke verlinken und mit einem kleinen Kommentar versehen. Ich freu mich auch immer über Neuigkeiten, die ihr gefunden habt. Einfach an neu (ähhhhät) ohnehin.com schicken und dann schau ich mir das mal an. Das war jetzt das ideelle Ziel, ganz pragmatisch ist es für mich auch eine Sammelstelle, wo ich immer wieder mal nachschauen kann, wo ich was gelesen hatte.

14. Februar 2010

AdF 14: Unten am See

Es ist Sonntag – ein Tag für Musik. Nach Äonen auch mal wieder was Selbstgemachtes. Frisch durchs Mikrofon gejagt und so. Heute: Eine kleine – naja, sagen wir – Hommage an meine Unistadt. Willkommen in Friedhofshafen!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

25. Januar 2010

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In stillem Gedenken an Alfred Sauter, der viel zu früh von uns genommen wurde. Mein Beileid an seine Familie und die vielen Freunde. Ruhe in Frieden, mein Freund.

24. Januar 2010

(15) Alleine sein

Es ist wieder Zeit. Zeit für Unterredungen über Befindlichkeiten und andere Zustände. 2010 beginnt da ganz subtil mit dem Alleine sein. Leon, der schon beim allerersten Sein-Gespräch mithalf, widmet sich diesmal ganz alleine meinen Fragen. Wieder einmal Zeit für ein wenig Zwischenmenschlichkeit.

Du warst alleine. Wo und weshalb kam es dazu?
In Hamburg, nach dem Abitur wanderte ich aus in den Norden. Die einzige Person, die ich in Hamburg kannte, war meine Cousine und so hatte ich die ersten zehn Wochen, die ich mit einem Praktikum auf einer Werft verbrachte, keine Person unter 28, die sich klar artikulieren konnte. Die Tochter meiner Cousine war zu jung und die Jungs auf der Werft, die dort auch ihr Praktikum machten, sahen das Lesen einer BILD-Zeitung bereits als intellektuelle Bildung an.

Wie bist du auf die Idee gekommen?
Das habe ich mich in der Zeit auch oft gefragt: “Warum tust du dir das an? Warum bist du überhaupt hier?” Die Antwort ist rein rational – Hamburg ist der beste Ort in Deutschland, um Schiffbau zu studieren.

Was hast du so die ganze Zeit mit dir gemacht?
Ich war nach der Arbeit meistens zu fertig um irgendwas zu machen, da wurde selbst Einkaufen zur Überwindung. Ich habe also hauptächlich gearbeitet, gegessen und geschlafen. Letzteres auch schon immer recht früh, da ich um 4 Uhr aufstehen musste.
Was mir sehr geholfen hat war, dass ich jedes Wochenende nach Hause fahren konnte, was ich auch fast immer gemacht habe.

Was ist der Reiz am Alleine sein?
Für mich ist es die Freiheit. Die Freiheit, tun und lassen zu können, was man möchte und sich mit seinen Problemen auch mal ganz für sich allein zu befassen, ohne dass einem jemand reinredet.

Was ist der Reiz an der unendlichen Weite auf dem Meer?
Das Meer gehört zu den wenigen “Dingen”, die mir nie wirklich nie langweilig werden. Ich kann Ewigkeiten am Strand sitzen ohne irgendwas weiter zu tun und genieße das sehr, wenn ich die Chance dazu habe, das Meer auch wirklich zu genießen. In dem einen Monat, den ich draußen auf der See verbrachte, habe ich mich daran noch nicht satt gesehen. Und ich habe viel Zeit draußen verbracht. Meine Studienwahl hängt natürlich auch eng mit meiner Faszination für das Meer zusammen.

Welche Melodie hat Allein sein?
“Himmelblau” von den Ärzten.

Lieber alleine oder zusammen? Alleine ist man weniger zusammen – Eine Weisheit oder nur Kitsch?
Zusammen, ich bin eindeutig ein Gesellschaftsmensch. Aber wenn ich ab und an mal allein sein kann und meine Ruhe habe, bin ich auch sehr froh.

Würdest du es wieder machen?
Ich habe meine Entscheidung hierher zu gehn und die Einsamkeit auf mich zu nehmen nicht beräut, ja ich würde wieder auswandern, denn es hat sich gelohnt.

Wem würdest du dazu raten?
Den Leuten, die in Berlin geblieben sind. Meiner Meinung nach verpassen sie etwas. So sehr ich diese Stadt mag, es hat mir sehr gut getan auch mal was anderes zu sehn.

Ein letztes einsames Wort?
Nein.

17. Januar 2010

Welcome to Tsetsebug!

29. Dezember 2009

Gute Vorsätze. Ausgabe 2010

Ich möchte mir ein paar gute Vorsätze für das Jahr 2010 vornehmen. Bloß so richtig weiß ich nicht, was es dieses Jahr sein soll. Deshalb würde ich euch um Vorschläge bitten. Denkt euch etwas nettes aus, dass ich in den kommenden 365 Tagen bewältigen muss. Oder brechen und verdrängen.

23. Dezember 2009

Alle Jahre wieder…

Über die Feiertage ist hier Stille Nacht angesagt. Solange euch allen:

18. Dezember 2009

Leuchte Berlin, leuchte!

Der Berliner Dramatiker Lothar Trolle hat in der Inszenierung “Leuchte Berlin, leuchte!” für das Theater an der Parkaue die Motive und Figuren der Weihnachtsgeschichte ins heutige Berlin versetzt. Herausgekommen ist ein befreiender Gegenentwurf zum glühweinschwangeren Besinnlichkeits-Event.

Es ist Weihnachten in Berlin. Irgendwo im Osten über den Dächern der Stadt leuchtet etwas so groß wie ein Hochaus. Ein Stern? Ein Ufo? Etwa eine viel zu übertriebene Weihnachtsinstallation? Oder herrscht doch wieder Krieg? Die ganze Stadt ist auf den Beinen und strömt der Himmelserscheinung entgegen, um herauszufinden, was los ist in dieser Weihnachtsnacht. Mitten im Winter am 24. Dezember erblüht eine Rose in der Sophienstraße. Unbemerkt von der Menge kommt in der Stadt ein junges Paar mit einem Esel an. Ihr Weg führte über Flüsse, Meere und Autobahnen – immer entlang auf dem schmalen Pfad entlang dem Begrenzungsstreifen – Richtung Berlin und schließlich nach Lichtenberg. Sie suchen eine Bleibe, denn ein Kind ist unterwegs.

Und weiter?
Eine Inszenierung, die so wunderbar von dem triefenden Pathos der Adventszeit befreit. Mit ihrer Zusammenstellung aus Momenten, Typen und Akzenten spiegelt sie ein Gefühl nach Sehnsucht, der Suche nach Frieden und einem erfüllten Leben wieder, das untrennbar zu Weihnachten gehört. Und doch ganz ohne den so typischen Besinnlichkeitskitsch. Die Handlungen des Stücks strahlen in alle Richtungen wie fliehendes Licht. Einem selber bleibt nichts anderes übrig, als hinter dem ständigen Wechsel von Ort und Zeit des Geschehens hinterher zu rennen. Und eins ist klar: Lothar Trolle will provozieren, stößt an. Keinen gemütlichen Weihnachtsabend erhält man von ihm. Stattdessen sprühen Ernstes und Absurdes aus den Sprechakten der sieben Schauspieler wie aus einer Wunderkerze. Jede Szene ist dabei so vergänglich wie ein Funke und leuchtet dennoch so hell.

Alles in allem?
Geht rein! Ein Stück voller Energie und mit eindrucksvollen Schauspielern, die sprachlich wie körperlich an die Grenzen gehen und dabei überzeugen. Ein tolles Bühnenbild mit einem Container aus Spiegelwänden – womit auch klar wird: Es wird keine beliebige Geschichte erzählt. Es geht um uns, es geht um die Leute, um das Publikum selber. Und vor allem ein wirklich guter Gegenpunkt zum glatten, schnöden Konsumideal: Hier ist es eine Nutte, die die Botschaft der Liebe verkündet. In diesem Sinne: Gehet alle hin, sofern ihr über 16 seid!

THEATER AN DER PARKAUE – Junges Staatstheater Berlin
nächste Vorstellungen: 21. + 22.12. | (030) 55 77 52 53 | www.parkaue.de

16. Dezember 2009

Eine neue Brille ist wie ein neues Leben.

Willkommen bei ohnehin.com

Da sind Sie also. Und doch noch nicht weg? Selber Schuld!
Dann sehen Sie sich doch ein wenig um – lesen Sie dies, lesen Sie das. Und wenn Sie letztendlich immer noch nicht genug von mir haben – auch dafür wurde gesorgt.

Nebenbei

Letzte Kommentare

  • Julian: Interessant. Wird jetzt samt Fefe ständig gelesen. Damit rangierst du bei mir vor dem...
  • Emu: Yay – das ist eine ziemlich coole Idee. Quasi ein ganz persönliches Delicious :)
  • Eva: Das ist wirklich ein schönes Lied, aber – musst du denn alle Klischees über unsere...
  • Nina: So schlimm dort unten? ;)
  • Jürgen Müller: Lol! Gehört der Kasten Bier zur Grumdausstattung?