23.01.2008

Eine kleine Geschichte

Diese famose Geschichte wurde vor langer Zeit von Juliane für mich geschrieben. Sie erheitert mich noch immer. Nun für euch. Zum Lesen, leise.

kleinegeschichtegluglu
Es war einmal, vor vielen, vielen Jahren auf einem Fleckchen Erde, auf dem das kleine Dorf Lüglüg stand. Es war weit entfernt von jeder Großstadt, von jeder Stadt, jedem anderem Dorf, ja es gab noch nicht einmal Straßen in der Umgebung Lüglügs. Das war allerdings kein Zufall, es war es nicht, weil die Dorfbewohner keinen Kontakt zur Außenwelt haben wollten, nein, der Grund bestand darin, dass die Bewohner Lüglügs, die Luglugs, ihre Gesichter an den Bäuchen und ihre Geschlechtsorgane an der Stelle hatten, wo „normale“ Menschen ihre Köpfe zu tragen pflegten.

Tschutschu schrie ihre Mutter Gloglo an:
- Du blöde Kuh, der Schischi wollte mit mir zum Tomtom gehen! Immer musst du dich überall einmischen!
Da erwiderte Gloglo:
- Du darfst nur mit einem männlichen Luglug ausgehen, wenn dein Bruder auch ein Date hat!
- Der scheiß Kerl is so hässlich, den nimmt doch keine! Außerdem ist das nächste Glagla (=weibliches Gluglu) 25 Jahre älter als er und das bist du!
Da kommen der Schischi und der Flifli ins Zimmer. Plötzlich zieht Schischi ein IKEHA- Küchenmesser aus seinem Gewand:
- Kämpfe oder ich werde deine Zwillingsschwester entführen!
- Flifli: O nein! Na warte, dir werd ich´s zeigen!

Doch da hatte Flifli eine AK47 aus der versteckten Besenkammer hinter ihm gegriffen und der Kampf der Giganten konnte beginnen…
- Gloglo: Ey ihr Scheißer, tragt eure Streitigkeiten gefälligst draußen aus!
Doch bevor der Kampf nach draußen verlegt werden konnte, hielt Schischi Flifli schon das IKEHA- Küchenmesser an die Kehle:
- Flifli! Ich bin dein Vater!!!! Zusammen können wir mit der dunklen Seite der Macht ganz Glüglü beherrschen!!
- Ne du alter! Darauf hab ich echt kein Bock jetzt ey! Besorgt mir lieber mal ne ordentliche Schlampe! Außerdem haben IKEHA- Küchenmesser scheiß Qualität, guck!
Fliefli hatte mit einer kleinen Handbewegung die Klinge zu Bruch gebracht. Schischi verließ mit Tränen in den Augen das Haus.

Tschutschu an Flifli:
- Samma, willste dir net ma ne Glagla besorjn? Muttern zickt schon wieder von wegen `du darfst nur wenn dein bruder auch geht.. sonst wird der eifersüchtig` bla bla bla…
- jo mann sister, aber ich hab echt kein bock mit Gloglo auszugehn…
- Gloglo: willst du nicht deinen kleinen „Zopf“ mit meinem „Scheitel“ vereinen *blinzel* ? Die kleinen Gluglus wärn bestimmt niedlich….
- Tschutschu: Macht was ihr wollt, ich geh zu Tomtom!

Auf dem Weg zu Tomtom sah Tschutschu Schischi auf einer Bank sitzen und weinen. Da erbarmte sich ihr eisernes Herz und sie beschloss ihn zu trösten. Als sie sich zu ihm setzte , streckte er ihr eine Pappschachtel mit Pralinen darinnen entgegen:
- You want a chocolate?
Da war es mit ihrer Geduld auch schon am Ende und sie ging nun doch zu Tomtom. Dieser lag in seinem Bett und hatte die Decke bis kurz unter die Augen gezogen, sodass man gerade noch seinen völlig verstörten Blick sehen konnte.
- Tschtuschu: Mann, zieh die Decke weiter runter, sonst stürzen noch die Wände ein!
- Ich sehe tote Menschen! Überall!
- Spinner! Lass draußen dem Bauern die Felder verwüsten! Hihihihihi!

Da gingen Tschutschu und Tomtom los die Felder verwüsten. Als sie fertig waren und gerade ihre Zähne zählten, schlich sich ein fuchsteufelswilder Bauer an, der sie von hinten mit dem Imperius-Fluch und etwas Salami belegte. O nein, von nun an waren sie also Sklaven des bösen Bauern! Welch ein grausames Schicksal! Inzwischen herrschte im Dorfkern helle Aufregung. Schischi war aus lauter Verzweiflung einfach losgelaufen und lief nun schon seit Stunden durch die Natur, ohne zu wissen warum. Gloglo und Flifli, die eigentlich nur die Steuererklärung machen wollten…., wurden von ihrem Nachbarn Fleufleu in eine ziemlich peinliche Lage gebracht… nun gut, schließlich halfen auch sie mit Schischi zu suchen, denn würde er von einem „normalen“ Menschen gefunden, würde das eine Katastrophe für ganz Glüglü bedeuten, denn „nicht normale“ Menschen, sowie Hip Hopper, Gold- Mädchen oder eben Gluglu sahen sie nicht gerne.
Tragischerweise wurde Schischi schon vom amerikanischen Militär geschnappt und nach Guantanamo Bay verfrachtet. Dort gab er freiwillig die genauen Koordinaten des Dorfes preis, welches schon wenige Sekunden später nicht mehr existierte…

Doch in den Geschichten und Mythen leben die Gluglu noch heute….

Nico schrieb es | Kategorie: Lektüre

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