Man glaubt heute gar nicht mehr, wie groß die Welt noch sein soll. Die gefühlte Größe ist klein. Gefühlt ist ja eh alles anders. Doch wie groß ist die Welt denn noch wirklich? Alles ist so nah. Ich setz mich in den Flieger und bin woanders. Deutschland. Bolivien. Finnland. Australien. Ost. West. Nord. Süd. Alles innerhalb von Stunden. Und das Internet. Bin ich hier oder bin ich schon fort? Minutenweise um die ganze Welt. Kommunikation der Kulturen überall. Entfernungen spielen doch keine Rolle mehr. Außer vielleicht beim Bonusmeilensammeln. Man könnte die These aufstellen, es gäbe gar keine Fernbeziehungen mehr. Weil ja alles so nah ist.
Doch wünscht man sich immer diese Nähe? Will ich immer wissen, was auf der anderen Seite der Welt passiert, wenn ich noch nicht mal meinen Nachbarn kenne? Also wirklich kennen. Nicht nur wissen, dass es ihn gibt. Entfernungen werden verkehrt. Was nah ist, wirkt fern. Was fern liegt, scheint nah. Paradox, aber leider Wahrheit. Ich möchte nicht wissen, warum ein Sack Reis irgendwo anders umfällt. Aber ich will fühlen. Ich will leben. Mit den Menschen um mich herum. Alles ist so tot in der Stadt. Gesichter wie Wände. Augen wie Scheiben, doch das Innere ist nicht zu erkennen. Anonym lebt man nebeneinander. Nicht miteinander, eher gegeneinander. Und so soll Erfüllung aussehen? Da will ich dann doch fort. Weit weg in die Ferne, die ja doch so nah ist. Verwirrend. So zieht das Leben unaufhaltsam dahin. Am Ende ist ja doch alles entfernt.

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Kommentare:

  1. Claire sagt:

    Wir entfernen uns nicht – versprochen. Unser Wille ist unser Sein. Amen und Prost.

  2. Claire sagt:

    Ach ja, wieso schreib ich hier eigentlich die meisten kommentare? Wo sind die anderen? Dieser Leon zum Beispiel? Schreib, Leon!

  3. Leon sagt:

    Leon wollte schreiben, sogar was lustiges aber dieses neue Word, auf das ich in diesem Moment angewiesen war wollte einfach nicht FETT schreiben ;-(
    aber ich liefer natürlich nach!!!
    allet Clairchen ?

  4. Leon sagt:

    Sehr lustig auf der suche nach deiner Seite (ich befand mich bei einer Freundin und hatte Langeweile) bin ich auf so allerhand lustige Zitate gestoßen die beiden besten sind:

    1.) Aus einem Text über die bedeutung der Bibel in der heutigen Zeit:
    … Die Wolken rissen auf und die Sonne kam hervor. – Aber keiner der Anwesenden schien das bemerkt zu haben. Gnädig ist der *Herr Ohnehin*, man braucht ihn nicht darum zu bitten, denn das deutsche “gnädig” ist urspünglich kein “Gnadenerweis”,…

    und 2.) im “Bundesgesetz über die Verbesserung der Wohnverhältnisse in Berggebieten”:
    Naturalleistungen an Stelle von Barbeiträgen können von allen in Artikel 9 aufgeführten Dritten aufgebracht werden; sie müssen zusätzlich über solche Leistungen hinaus gewährt werden, auf die der Bau-*Herr Ohnehin* Anspruch hat.

  5. Nico sagt:

    wie dufte ist das denn mal! Ich habe Einzug in Gesetze und die Bibel schon erhalten… und da zweifle jemand an meiner Erhabenheit :D

    und an mein clairchen: nein, wir entfernen uns sicher nicht. auch wenn ich im sommer weg bin.

    an alle anderen: auch ihr dürft kommentare schreiben :)

  6. alle anderen sagt:

    ok Nico wenn du das sagst: “Komentare”

  7. Nico sagt:

    Ich tippe ja auf Leon. Ein Scherzkeks aus dem Hause Flachwitz. Aber nur diesmal. Ergib dich du Schuft. Ich hab dich enttarnt :)

  8. alle anderen sagt:

    NIEMALS !!!!! Tod oder Freiheit !!!!

  9. Leon sagt:

    ich find den Spruch lustig !

  10. Claire sagt:

    Na klar is alles Clairchen, liebster Leon. Geht doch :)
    Hoffe dein Elan reißt nicht wieder ab… Gibt schon neue Einträge zu füllen… Damit der Nico sich nen Kullerkeks freuen kann. Aber er darf nicht die Ecken abbeißen, jaja

  11. Leon sagt:

    mein Elan ???? NIEMALS !!!! Nciht bei Nico und erst recht nciht wenn ich sonst von dir gepisackt werde :-)

  12. Nico sagt:

    Dann sind wir uns ja alle einig. Kommentieren bei ohnehin.com sei das täglich Brot eines jeden!