Der perfekte Moment. Was passiert, wenn du ihn erreichst? Glückseelig? Ich denke nicht. Es gibt ihn gar nicht. Es gibt nur Momente, die es sich lohnt aufzubewahren. Konservieren. Einzufangen, festzuhalten und wegzuschließen. Der perfekte Moment - ein Traum. Und doch ist er des Greifens nah. An dem Punkt angekommen, den man sich erträumt hat. Zumindest fast. Ein letzter Schritt des Strebens muss immer erhalten bleiben. Träume braucht man. Was wäre der perfekte Moment ohne Träume? Und dennoch ist es das Sein, nicht das Werden oder das Sein Wollen, dass unser Bewusstsein bestimmen sollte. Ein Leben aus Absicht. Damit man sterben kann. Jetzt. Heute. Morgen. Irgendwann halt. Und nicht in dem Zweifel etwas nicht erreicht zu haben. Sondern in der Gewissheit, alles erledigt zu haben. Sein Leben verwirklicht. Es ist der Moment, in dem es kristallisiert. Einfach alles. Dieser Augenblick. Da zieht er vorbei. Ich will ihn halten. Doch halten ist nicht sein, ist werden. Ich bin zufrieden, dankbar. Und doch wächst mir dieses Gefühl über den Verstand. Nix negatives. Durchweg positiv. Einfach grandios. Mein Leben läuft so, wie ich es liebe. Und mit den Menschen, die ich liebe. Und doch kann morgen alles schon vorbei sein. Oder übermorgen. Wer weiß das denn schon so genau? Und wieso sollte man es auch überhaupt wissen? Beenden möchte ich diese post-bildungsbetonten, spätnächtlichen Gedankenströme mit einem kleinen Zitat vom Boxhagener Platz:
“Toaster, toasten, lecker - dit is ‘ne Maschine!”


Leben ist wie ABI, keiner fragt einen ob man das überhaupt möchte.
Machen wir das beste draus ;-)
Leben aus Absicht, besser kann man es nicht ausdrücken, das wonach man strebt und doch nur wird und nicht ist.
Leon am 17.06.2008
um 18:02 Uhr