Ich war die letzten zwei Tage in London unterwegs. Einerseits weil der Flug so unwiderstehlich günstig war, ich die liebe Jenny besuchen wollte und nach einer stressigen Uniwoche einen Tapetenwechsel wirklich vertragen konnte. Drum folgt an dieser Stelle ein kleiner Reisebericht. Abseits von den unsäglichen Reihungen all der Sehenswürdigkeiten.

London ist ganz schön klischeebehaftet. Zumindest war es dies bei mir. All diese Vorurteile über die hetzenden Banker, die wälzenden Massen von Touristen und der ganze Circus um das Adelsgeschlecht. Und doch kann man sich dieser Stadt ganz anders näher.
Dann ist sie viel mehr wie in dem Lied “30 Minutes in London” von Antoine Dufour. Sie rast immernoch dahin in einem Tempo, dass schwer für Erholung sorgen könnte. Unter dieser Schicht liegt allerdings eine viel sanftere Melodie, fließt diese dahin. Es ist dieses Gefühl, wenn man beginnt sich in der Alltäglichkeit eines Ortes zu verlieren. Wenn es halt nicht mehr darum geht, die Stationen des Reiseführers abzuarbeiten, die vorher aufgestellte Liste durch zu prozessieren. Man gibt sich der Stadt einfach hin und schaut, was sie mit einem macht. Und dann entdeckt man die wahren Facetten der Orte: Plötzlich sieht man ein leicht verträumtes London unter der Schicht aus Zeitnot. Romantische Gassen in Notting Hill – abseits von den Touristenfluten der Wochenenden.
Aber das schönste daran, wenn man sich einfach dem Alltäglichen einer Stadt hingibt ist: Jeder Besuch zeigt einem eine andere Seite.


Diesen Tripp habe ich mir letztes Jahr gegönnt und irgendwie war auch alles so wie im Film “Notting Hill”, den ich eigentlich gar nicht mag. ;)