The space in between – diesen Ausdruck prägte im vergangenen September meine Dozentin in Cultural Studies. Und dies mit einer ganz bestimmten Geste, die Hand schwungvoll zwischen Ohrkontakt und gestrecktem Arm wenden. Nachdem es in Friedrichshafen beim Zwischen meist um das Interdisziplinäre, das Verbinden von Disziplinen wie Kultur-, Kommunikations-, Politik- und Wirtschaftsiwssenschaften geht, drehen sich hier meine Gedanken um das Zwischen von Distanzen und Heimat.

Meine vergangenen Jahre waren immer wieder durch große Entfernungen bestimmt. 2008 entstanden Freundschaften, die nun auf allen Kontinenten verstreut liegen, 2009 quer durch Südafrika und Nordamerika, 2011 zwei Monate in Sri Lanka und Bangkok. Später dies Jahr durch die USA und Südamerika und nun grad studiere ich in Kanada. Die Frage dabei ist, was das eigentlich mit einem macht und der eigenen Identität, wenn man dauernd entfernt ist von einem Ort, an dem man verankert ist. Wenn es einen solchen vielleicht gar nicht mehr gibt. Im Bereich der Anthropologie findet man viele Studien, die sich mit der Thematik des Transnationalismus, der Transmigration beschäftigen, also mit “jene[n] grenzüberschreitenden Praktiken von MigrantInnnen […], die konzeptuell nicht in Begriffe wie Einwanderung, Integration oder Remigration zu fassen sind” 1. Und solche finden wir immer mehr: Ob es die Call-Center-Agenten in Indien sind, die dort den Kudensupport großer US-Firmen übernehmen und dadurch amerikanische Zweitidentitäten entwickeln; oder aber Dauerreisende, die gar nicht mehr sagen können, woher sie kommen. Solch Phänomene verwerfen tradierte Konzepte von Migration, von Diasporen – und auch von Heimat. Bei all diesen Menschen ist das transnationale Grenzüberschreiten “genuiner Bestandteil durchaus kontinuierlicher Lebensläufe” 2, welches Wong wie folgt beschreibt:

“Transmigrants have multiple identities which are grounded in more than one society and thus, in effect, they have a hybridized transnational identity. [...] In a deterritorialized context, the conventional one-to-one relationship between state and territory is increasingly questioned and challenged” 3

Bei all meinen Reisen überrascht mich immer wieder selbst, wie wenig mir etwas ein zu Hause ist als ein Ort der definitiven Verankerung. Friedrichshafen ist es ein wenig, Freiburg sicherlich auch und Berlin natürlich irgendwie schon – 20 Jahre lang bin ich dort aufgewachsen. Und doch fehlt diesen Orten das Definitive, das Unumstößliche – viel zu schnell und gut finde ich mich immer wieder in der Fremde ein. Al-Ali und Kloser kontestieren, dass

“the ‘meaning of home’ has been changing and evolving. […] ‘Home’ has become a space, a community created within the changing links between ‘here’ and ‘there’. [...] It is not only national, cultural and social belongings, but also a sense of self, of one‘s ‘identity’, which corresponds to various conceptualizations of home” 4

Und gerade diese wechselseitigen Verknüpfungen zwischen hier und dort sind es, die auch mich zur Zeit so prägen. Nicht nur erlebe ich das hier und dort immer wieder selbst, spielen sich meine Erinnerungen über Kontinente hinweg ab und gebe viele nationale, kulturelle und soziale Eigenheiten auf, sondern auch innerhalb dieser einzelnen Orte stehe ich dauernd mit Freunden in aller Welt in Kontakt, versuche die Zeitzonen zu meinem Vorteil auszuspielen und überwinde täglich über tausende Kilometer mit meiner Sprache.

Zygmut Bauman sieht das postmoderne “Problem der Identität” hauptsächlich darin, wie man Festlegung vermeidet und sich alles offen hält.5 Das Konzept von Daheim ist für mich schon lange kein lokales mehr. Kein Ort, an dem man verankert ist. Es ist gerade die von Bauman beschriebene Optionsfreiheit, die es zum Daheim werden lässt. Es ist die Möglichkeit jederzeit aufzubrechen und weiterzuziehen – und dabei trotzdem stets im sozialen Kontakt stehen zu können. Die feste Bindung an einen Ort ohne diese Möglichkeit erscheint in diesem Lichte als das Fremde. Letztendlich liegt die uns alle treibende Sehnsucht im Zwischen – daheim bin ich längst nicht mehr an einem einzelnen Ort, sondern auf all den Wegen und Momenten zwischen ihnen.

Sometimes in life you have to be apart. Nun bin ich hier, angekommen in der Kälte – rein klimatechnisch. Die kommenden vier Monate werde ich hier an der Quest University etwa eine Stunde nördlich von Vancouver studieren. Umgeben von schneebedeckten Bergen, Wäldern und sonst eher wenig, streben hier um die 370 Studenten nach Wissen. Das alles ist zunächst recht spannend, da doch anders als zuhause in Deutschland: Studiert wird im Blocksystem – soll heißen – ein Kurs, einen Monat lang, jeden Tag drei Stunden. Das hat so seine Vor- und Nachteile. Genau wie das auf-dem-Campus-leben. Ich bin in einer WG in einem der drei Wohnheime untergekommen. Zusammen mit drei Mitbewohnern beherberge ich eine der begehrteren Wohnungen, eine mit einer richtigen Küche und nicht nur einer Mikrowelle. Und dann sagte man mir, wir hätten von hier aus dem Fenster auch den besten Ausblick auf dem Campus. Er ist schon sehr beeindruckend, wobei mir das Wasser des Bodensees als Symbol des rituellen Blickeschweifens schon jetzt fehlt. Genauso wie anständiges Brot, eine etwas kritischere Haltung gegenüber der eigenen Uni und die ach so vielen vertrauten Gesichter, die ich am Strand der guten Hoffnung zurücklassen musste. Hier starren mich täglich fremde Gesichter an, schleudern mir sich neu zu merkende Namen an den Kopf und sind dabei auch noch so verdammt freundlich. Das ist mir bisher alles sehr suspekt, aber auch überaus angenehm. And to clear this up: I’m alive, surrounded by mountains and lovely people, confident to see what’s coming up.

Zweitausendelf
vom 31.12.2011

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Weltendzeit
vom 30.12.2011

Da wir bekanntlich Ende des nächsten Jahres alle ins Gras beißen werden, ist es sicherlich sinnvoll das letzte Jahr einem allerletzten Rückblick zu unterziehen. Gar nicht unbedingt, um in alten Erinnerungen zu schwelgen und sich diese näher zu bringen. Eher, um diese völlig unzureichend festzuhalten und sich so distanzieren zu können. Platz schaffen für das kommende Jahr, das wohl letzte. Aber wer will das schon?

Der hirnrissigste Plan?
Zuerst die Idee Südamerika zu durchqueren, aber das findet ja nun im Sommer statt. Daher wohl das Vorhaben, den WG-Flur in eine voll ausgestattete Bowlingbahn zu verwandeln. Mitbewohner sind weiterhin skeptisch.

Die gefährlichste Unternehmung?
Mit dem Sri Lankischen Militär über die eingetragene Dauer meines Visums zu diskutieren. Sollte man einfach nicht.

Das leckerste Essen?
Essen in Bangkok. Kulinarisch bin ich diesem Land nun wohl endgültig verfallen.

Das beeindruckendste Buch?
Begeistert war ich von den Einsichten aus Ulf Hannerz’ Buch Transnational Connections: Culture, People, Places. Beeindruckend bedrückend waren die Schilderungen Mirijam Weibergs zum ethnischen Konflikt in Sri Lanka in Der Konflikt in Sri Lanka – Nach dem Krieg ist vor dem Krieg.

Der ergreifendste Film?
Pina von Wim Wenders gehört sicherlich zu den guten Filmen aus 2011. Auch Melancholia kann man hier nennen. Letztendlich war es dann aber für mich Tropical Amsterdam von Alexa Schulz – auch auf Grund des persönlichen Kontaktes mit den Betroffenen.

Die beste CD?
Live-Alben sind ja doch immer besser als welche aus dem Studio. Daher eindeutig Zaz mit Sans Tsu Tsou.

Das schönste Konzert?
Puh. Konzerte gehörten dieses Jahr zu den Dingen, die zu kurz kamen. Sonst allerdings die Luftschiffkapelle.

Die schönste Theatererfahrung?
Womanbomb von Ivana Sajko im Salon5 in Wien.

Die interessanteste Ausstellung?
naive kunst // art brut im Lagerhaus in St. Gallen.

Die meiste Zeit verbrachte ich mit?
Meinen Kommilitonen. Dem Studium und Studentsein gehörte auch dieses Jahr.

Vorherrschendes Gefühl 2011?
Vieles in Frage stellen, um am Ende festzustellen, dass alles bestens ist.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Ach.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Was mich in 2012 erwartet.

2011 war mit (fast) einem Wort … ?
Überragend anschlussfähig

Frohe Weihnachten
vom 26.12.2011

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Das Semester neigt sich mal wieder dem Ende zu – mein viertes inzwischen. Nach einem Sommer zwischen Sri Lanka, Thailand und dem Schwarzwald drückt der herbstliche Bodensee mit all seinem Nebel doch ein wenig auf die Stimmung. Daher war schnell beschlossen: Es geht wieder raus in die weite Welt.

Ab Januar werde ich nun für ein Auslandssemester an die QUEST University nach Kanada (wenige Minuten von Vancouver entfernt) gehen. Vier Monate lang werde ich mich auch dort kulturellen und politischen Themen der Gesellschaft, der Gemeinschaft und der Identität widmen. Auch wäre es damit nun endlich mal Zeit Ski- oder Snowboard-fahren zu lernen. Im Anschluss geht es nach Charlotte (North Carolina, USA), wo ich Tille, Rena und George treffen werde. Gemeinsam werden wir uns mit dem Auto aufmachen gen Süden – Miami das Ziel. Von dort fliegen Tille und ich alleine weiter, setzen über nach Venezuela. Die kommenden 70 Tage wagen wir dann etwas für mich noch leicht Surreales: ein Roadtrip durch Südamerika. Von Venezuela durch Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Paraguay, Brasilien, Uruguay nach Argentinien. Auf dem Weg besuchen wir viele Freunde und am Straßenrand wartet sicherlich das ein oder andere Abenteuer. Nach all dem Reisen geht es dann Ende Juli zurück nach Deutschland und nach einigen Tagen Berlin auch wieder ab in den Schwarzwald: arbeiten. Statt die Welt zu bereisen, lasse ich im August dann wieder die Welt zu mir kommen und betreue über 100 Jugendliche aus über 20 Nationen.

Soweit zur ersten Jahreshälfte. Die zweite widmet sich dann vor allem der Bachelorarbeit. Die muss dann schließlich auch geschrieben werden. Aber auch das wird sich machen lassen. Auch 2012 – das ist klar – wird ein Jahr voller Herausforderungen. Und das macht es so schön.

So Long, Goodbye!
vom 12.09.2011

Viele Abschiede gab es innerhalb der letzten Wochen. Das Lied spricht für alle recht treffend.

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Nachdem ich nun ziemlich genau seit einem Monat in Sri Lanka lebe, ist es Zeit, auch einmal genauer über das Land, meinen Job und die Menschen zu berichten. Alles noch nicht mit der nötigen Reflexion – eher eine Momentaufnahme der Eindrücke.

Das Land und seine Hauptstadt Colombo:
Sri Lanka ist zuallererst wirklich anders, als alles, was ich bisher erlebt habe. Vergleiche mit Europa, (Süd-)Afrika oder Nordamerika passen alle nicht wirklich. Es ist schon irgendwie, was man sich unter Asien jenseits von China und Japan so vorstellt. Rein optisch fühle ich mich stetig an die exotischen Verstecke aus irgendwelchen James-Bond-Filmen erinnert. Leider leidet Sri Lanka immer noch und weiterhin stark an dem Konflikt zwischen der singhalesischen Mehrheit in der Bevölkerung und der tamilischen Minderheit und dem ziemlich blutigen Bürgerkrieg von 1983 bis 2009 – worüber ich auch gerade eine Seminararbeit schreibe.
Ich habe mich diesen Monat lang hauptsächlich in der Hauptstadt Colombo aufgehalten. Die ist allerdings selber gar nicht so schön wie wohl der Rest des Landes. Die Luft auf den Straßen ist geschwängert von Abgasen und Benzingeruch und durch die Luft schallt ein stetiges Hupkonzert, das hier einfach zum Fahrstil und Verkehrssystem gehört. Entschädigt wird man bei einem abendlichen Spaziergang zwischen Bahngleisen und Indischen Ozean und am Galle Face Green, auf dem Familien, Pärchen, ganze Schulklassen und Touristen zusammen den Sonnenuntergang genießen. Untergekommen bin ich in einem kleinen Apartment in einem atemraubenden Garten direkt im Botschaftsviertel (Colombo 7) nur ein paar Querstraßen vom Institut entfernt.
Das Wetter ist hier übrigens nicht so launisch wie in Deutschland: Es wird nie wirklich kälter als 26° C gerade und regnet eigentlich jeden Tag, im Moment vielleicht nur einmal kurz, in den ersten Wochen hier hat es jedoch bestimmt mindestens 3 mal pro Tag geregnet. Dementsprechend heiß und schwül ist es hier – ums Schwitzen kommt man nicht herum. Außerdem ist es hier ab 18.30 Uhr zappenduster und das wohl das ganze Jahr lang. Mein Körper hat sich seit einer Woche langsam dran gewöhnt – er sagt mir ab 21 Uhr, dass ich ins Bett gehöre, lässt mich dafür aber auch schon ab 6 Uhr relativ problemlos aufstehen.

Mein Job:
Hierher gekommen bin ich hauptsächlich aufgrund des Auslandspraktikums, welches Teil meines Studiums ist. Daher arbeite ich nun rund 8 Wochen lang für die deutschen Kulturarbeit in Sri Lanka. Konkret kümmere ich mich um die Vorbereitung von Ausstellungen deutscher Künstler oder Workshops mit diesen, helfe mit bei der Durchführung von Lesungen deutscher Kinderbücher für Schulklassen, bereite das Veranstaltungsheft des Instituts vor, schreibe Protokoll bei Meetings (z.B. zum European Film Festival hier in Sri Lanka) und vieles mehr, dabei natürlich auch ganz klassische Praktikantenaufgaben. Das klingt jetzt unglaublich viel, ist es aber nicht unbedingt. Die Ruhe im Büro genießen und nutzen zu können, musste auch erstmal gelernt werden.

Die Menschen:
Einerseits trifft man hier auf eine unglaubliche Freundlichkeit unter den Menschen, auch wenn sie oft erstmal sehr schüchtern mir gegenüber sind. Andererseits lerne ich hier auch eine andere Mentalität, vor allem ein anderes Zeitverständnis kennen. Ob beim Laufen, Arbeiten, Essen oder sonstigen Sachen – tendenziell bin ich immer zu schnell für diese Welt. Im Institut arbeiten neben vier Deutschen auch um die sechs singhalesischen Arbeiter und fünf singhalesische Deutschlehrer – gerade auch meine Chefin in der Kulturabteilung ist Singhalesin. Es fällt mir generell doch schwer die Menschen hier zu beschreiben, zu gering ist der Abstand zur Reflexion und zu ungenau ist die Durchmischung von deutscher und sri-lankischer Kultur in meiner Arbeit.

Nebenher
Meine Zeit neben der Arbeit habe ich im vergangenen Monat viel mit Seminararbeiten für die Uni verbringen müssen. Auch das Amt als studentischen Senator macht vor mehr als fünf Zeitzonen Unterschied keinen Halt und resultiert in täglichen E-Mails und spontanen Skype-Konferenzen. Daneben habe ich natürlich versucht die Stadt Colombo genauer zu erkunden, wobei dies zu Fuß nicht gerade die angenehmste Idee war. Ein Abstecher zum Meer lohnt sich jedoch eigentlich immer. Vor ein paar Wochen war ich für zwei Tage beim Bibliothekar des Instituts und seiner singhalesischen Frau und seinen zwei Kindern zu Hause – seine kleine Tochter feierte am Vollmondfeiertag ihren sechsten Geburtstag und ich war mit eingeladen. Neben einer unglaublichen Menge an Essen, das mir immer wieder angeboten wurde, habe ich dort die Grundprinzipien von Cricket gelernt und die Kinder im Gegenzug für Fußball begeistert.
Generell gibt es zum Essen noch etwas zu sagen. Es ist verdammt scharf! Und zwar alles! Aber daran habe ich mich langsam gewöhnt. Im Supermarkt bin ich immer noch vollkommen von der Ordnung, falls es eine geben sollte, überfordert und finde mich zwischen all den unbekannten Sachen noch schwer zurecht. Da ist der klare Vorsatz für den kommenden Monat noch riskanter zu werden. Nachdem ich dieses Wochenende zu spät mein Ticket kaufen wollte, werde ich nun kommenden Freitag mit dem Zug ins Landesinnere nach Kandy fahren, um neben Colombo und der nähren Umgebung auch mal andere Teile der Insel kennenzulernen. Leider sind Norden und Osten weiterhin für Touristen gesperrt – zu gefährlich.

Und weiter?
Am 22. Juli geht es auf nach Bangkok, wo ich Kelly nach langer Zeit wieder treffe. Sechs Tage bleiben mir, um Thailands Hauptstadt und nähere Umgebung zu erkunden und erleben. Am 27. geht es dann abends zurück zum Flughafen Colombo, wo ich die Nacht verbringen werde, um dann am nächsten Morgen in den Flieger Richtung Deutschland wieder zu steigen. Am 29. Juli werde ich dann in Berlin ankommen – leider aber auch nur für wenige Tage. Dann geht es weiter nach Freiburg und dann in den Schwarzwald, wo ich ab dem 7. August wieder auf über 100 Jugendliche aus der ganzen Welt treffen werde.

Flattr und ich …
Flattr funktioniert wie folgt: Man holt sich einen Account, lädt ein wenig Guthaben auf (z.B. 2 Euro pro Monat) und klickt dann überall im Internet auf die Flattr-Buttons, wenn der Inhalt gefällt – sei es ein Artikel einer Nachrichtenseite, in einem Blog, ein Podcast, ein soziales Projekt, eine Kultureinrichtung. Am Ende des Monats wird das Guthaben auf alle Personen/Sachen verteilt, die ihr in diesem Monat geflattrt habt. Und gleichzeitig kann man eigene Buttons einbauen, um selbst geflattrt zu werden. So gebe ich anderen bereits Geld, erhalte bisher aber noch nichts.
Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass mehr als eine handvoll Leute bereit sind, mir Geld zu spenden, damit ich die Welt bereise, mir Musik kaufe oder einfach nur ein Bier genießen kann. Das ist mir selber klar. Und das will ich auch gar nicht.

Nun hab ich aber Flattr und einen Button. Nur wozu?
Die Idee ist relativ einfach: Ich will das Geld nicht, will aber auch keinen davon abhalten seine Wertschätzung auszudrücken – es darf also geflattrt werden. Nur behalte ich nicht das Geld, sondern gebe es einfach weiter. Nach meinem Gutdünken an andere, um die in ihren Projekten zu unterstützen, zu motivieren weiter Kultur zu schaffen oder auch einfach nur um ihnen eine kleine Freude zu bereiten, weil sie es verdienen. Ein kleines Lächeln eben.

Welchen Sinn hat das alles?
Mir gefällt das Prinzip von Flattr – ich gebe gern freiwillig Geld, für Sachen im Internet, die mir gut gefallen. Für die Sachen, die ich selber mache, will ich allerdings kein Geld bekommen. Das mache ich schließlich aus anderer Motivation – hauptsächlich für mich.
Ich finde es nun aber auch wahnsinnig schön, anderen eine Freude zu bereiten und sie zu unterstützen in ihren großartigen Ideen und Unternehmungen. Als Student ist das Geld aber bekanntlich knapp. Daher freue ich mich, wenn ihr mich flattrt und ich so noch mehr Menschen, etwas Gutes tun kann.

Und jetzt?
Wenn ihr noch nicht bei Flattr seid, holt euch einen Account. Und dann flattert! Entweder oben rechts im Blog ganz allgemein. Oder in der entsprechenden Flattr-Zeile am Ende diese Beitrags. Wie herrlich das wäre!

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