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	<title>ohnehin.com &#187; Sein</title>
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		<title>(15) Alleine sein</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 18:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist wieder Zeit. Zeit für Unterredungen über Befindlichkeiten und andere Zustände. 2010 beginnt da ganz subtil mit dem Alleine sein. Leon, der schon beim allerersten Sein-Gespräch mithalf, widmet sich diesmal ganz alleine meinen Fragen. Wieder einmal Zeit für ein wenig Zwischenmenschlichkeit.

Du warst alleine. Wo und weshalb kam es dazu?
In Hamburg, nach dem Abitur wanderte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist wieder Zeit. Zeit für Unterredungen über Befindlichkeiten und andere Zustände. 2010 beginnt da ganz subtil mit dem Alleine sein. Leon, der schon beim <a href="http://www.ohnehin.com/2008/01/21/1-mude-sein/">allerersten Sein-Gespräch</a> mithalf, widmet sich diesmal ganz alleine meinen Fragen. Wieder einmal Zeit für ein wenig Zwischenmenschlichkeit.</strong></p>
<p><img src="http://www.ohnehin.com/wp-content/uploads/2010/01/n1504186655_30124454_5697.jpg" alt="" title="n1504186655_30124454_5697" width="470" height="145" class="alignnone size-full wp-image-1553" /></p>
<p><strong>Du warst alleine. Wo und weshalb kam es dazu?</strong><br />
In Hamburg, nach dem Abitur wanderte ich aus in den Norden. Die einzige Person, die ich in Hamburg kannte, war meine Cousine und so hatte ich die ersten zehn Wochen, die ich mit einem Praktikum auf einer Werft verbrachte, keine Person unter 28, die sich klar artikulieren konnte. Die Tochter meiner Cousine war zu jung und die Jungs auf der Werft, die dort auch ihr Praktikum machten, sahen das Lesen einer BILD-Zeitung bereits als intellektuelle Bildung an.</p>
<p><strong>Wie bist du auf die Idee gekommen?</strong><br />
Das habe ich mich in der Zeit auch oft gefragt: &#8220;Warum tust du dir das an? Warum bist du überhaupt hier?&#8221; Die Antwort ist rein rational &#8211; Hamburg ist der beste Ort in Deutschland, um Schiffbau zu studieren.</p>
<p><strong>Was hast du so die ganze Zeit mit dir gemacht?</strong><br />
Ich war nach der Arbeit meistens zu fertig um irgendwas zu machen, da wurde selbst Einkaufen zur Überwindung. Ich habe also hauptächlich gearbeitet, gegessen und geschlafen. Letzteres auch schon immer recht früh, da ich um 4 Uhr aufstehen musste.<br />
Was mir sehr geholfen hat war, dass ich jedes Wochenende nach Hause fahren konnte, was ich auch fast immer gemacht habe.</p>
<p><strong>Was ist der Reiz am Alleine sein?</strong><br />
Für mich ist es die Freiheit. Die Freiheit, tun und lassen zu können, was man möchte und sich mit seinen Problemen auch mal ganz für sich allein zu befassen, ohne dass einem jemand reinredet.</p>
<p><strong>Was ist der Reiz an der unendlichen Weite auf dem Meer?</strong><br />
Das Meer gehört zu den wenigen &#8220;Dingen&#8221;, die mir nie wirklich nie langweilig werden. Ich kann Ewigkeiten am Strand sitzen ohne irgendwas weiter zu tun und genieße das sehr, wenn ich die Chance dazu habe, das Meer auch wirklich zu genießen. In dem einen Monat, den ich draußen auf der See verbrachte, habe ich mich daran noch nicht satt gesehen. Und ich habe viel Zeit draußen verbracht. Meine Studienwahl hängt natürlich auch eng mit meiner Faszination für das Meer zusammen.</p>
<p><strong>Welche Melodie hat Allein sein?</strong><br />
&#8220;Himmelblau&#8221; von den Ärzten.</p>
<p><strong>Lieber alleine oder zusammen? Alleine ist man weniger zusammen &#8211; Eine Weisheit oder nur Kitsch?</strong><br />
Zusammen, ich bin eindeutig ein Gesellschaftsmensch. Aber wenn ich ab und an mal allein sein kann und meine Ruhe habe, bin ich auch sehr froh.</p>
<p><strong>Würdest du es wieder machen?</strong><br />
Ich habe meine Entscheidung hierher zu gehn und die Einsamkeit auf mich zu nehmen nicht beräut, ja ich würde wieder auswandern, denn es hat sich gelohnt.</p>
<p><strong>Wem würdest du dazu raten?</strong><br />
Den Leuten, die in Berlin geblieben sind. Meiner Meinung nach verpassen sie etwas. So sehr ich diese Stadt mag, es hat mir sehr gut getan auch mal was anderes zu sehn.</p>
<p><strong>Ein letztes einsames Wort?</strong><br />
Nein.</p>
<p><img src="http://www.ohnehin.com/wp-content/uploads/2010/01/CIMG4920-2.jpg" alt="" title="CIMG4920-2" width="470" height="251" class="alignnone size-full wp-image-1554" /></p>
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		<title>(14) Unsicher sein</title>
		<link>http://www.ohnehin.com/2008/05/11/14-unsicher-sein/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 May 2008 19:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach all den Klausuren und durchzechten Nächten mal wieder ein kleines Gespräch &#8211; abgetippt, aber trotzdem klangvoll. Vage Momente, ungewisse Situationen. Nicht wissen, wie alles weitergeht. In der Schwebe. Eine Unterredung mit ein paar Gestalten der Nacht.

Wie fühlt ihr euch zur Zeit?
Gut! Alle Abiklausuren liegen hinter uns, das kann man einfach nur feiern. &#8211; Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach all den Klausuren und durchzechten Nächten mal wieder ein kleines Gespräch &#8211; abgetippt, aber trotzdem klangvoll. Vage Momente, ungewisse Situationen. Nicht wissen, wie alles weitergeht. In der Schwebe. Eine Unterredung mit ein paar Gestalten der Nacht.</strong></p>
<p><img src="http://www.ohnehin.com/wp-content/uploads/2008/05/IMGP5273.jpg" alt="" title="IMGP5273" width="470" height="277" class="alignnone size-full wp-image-1387" /></p>
<p><strong>Wie fühlt ihr euch zur Zeit?</strong><br />
Gut! Alle Abiklausuren liegen hinter uns, das kann man einfach nur feiern. &#8211; Aber irgendwie ist es auch paradox. Gleichzeitig beschleicht mich zumindest immer auch ein trauriges Gefühl: Bald ist das alles vorbei. Dann möcht ich wieder zuück auf den Boden kommen, um das hier alle noch genießen zu können. &#8211; Der Anfang ist gemacht, doch unser Leben entscheidet sich in den nächsten ein, zwei Jahren. Ein merkwürdiges, unheimliches Gefühl.</p>
<p><strong>Unheimlich? Ist es nicht schön, dass euer Leben nicht vorherbestimmt ist?</strong><br />
Das stimmt schon. Aber&#8230; &#8211; Es ist einfach so, dass man so unsicher ist. Heutzutage kann man nicht eindeutig sagen, dass das Leben gut laufen wird, dass man alles erreichen wird, was man will. &#8211; Wir brechen aus unserer behüteten Umgebung aus. Werden selbstständig. Aber die Sicherheit geht damit auch verloren. Man fragt sich, ob man aufgefangen wird, wenn man einmal fallen sollte. &#8211; Es ist viel Freude, aber auch Angst dabei. Ich weiß nicht, wie sich alles weiterentwickeln wird. Ich habe Angst die Leute hier zu verlieren. Das dämpft die Euphorie ein wenig, trotzdem wird gefeiert.</p>
<p><strong>Verlust von Freundschaften?</strong><br />
Ja. Heute bleibt man ja nicht mehr in Berlin. Alle zieht es irgendwo hin. Mich nach Frankreich. Andere nach Afrika. &#8211; Aber auch innerhalb Deutschlands. Du gehst nach Freiburg, die eine nach Greifswald, er nach Erfurt. &#8211; Wir haben das Glück in der heutigen Zeit zu leben. Man kann per Mail, Telefon, Skype, MSN, Facebook und dem ganzen Zeug Kontakt halten mit all den Leuten. Und ein jeden von uns verschlägt es irgendwann wieder nach Berlin. Dann wird man sich hoffentlich wiedersehen. &#8211; Es ist die Umstellung von den täglichen, wöchentlichen Begegnungen in Freundschaften, die über trefflose Distanzen gehalten werden, die so bedrohlich wirkt. Wahrscheinlich auch ist.</p>
<p><strong>Wie wär es auch mit Briefen oder Postkarten statt Internet?</strong><br />
Seltener. Internet geht einfach schneller. &#8211; Briefe werden dafür natürlich viel persönlicher und wertvoller.</p>
<p><strong>Die Welt im Wandel&#8230;</strong><br />
Ja. Das ist sie. &#8211; Aber es ist auch gut so. Das ermöglicht neue Blickwinkel. Neue Denkweisen. Neue Erfahrungen. Stillstand hilft keinem. &#8211; Wir brechen auf in eine neue Zeit. Altes bleibt zurück, wirklich wichtige Beziehungen bleiben erhalten. Die Unsicherheit wird mit Genussmitteln versteckt.</p>
<p><strong>Ein letzter Zweifel?</strong><br />
Glaubt ihr es ist gut, dass sie grad nach Wein und Sekt auch noch Rum trinkt?</p>
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		<title>(13) Wissend sein</title>
		<link>http://www.ohnehin.com/2008/04/28/13-wissend-sein/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 13:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Abi ist da. Unerwarteter als Weihnachten, unerwünschter als der eigene Geburstag. Es kam einfach ohne zu fragen. Man ging zur Schule und nach 13 Jahren steht es nun vor der Tür. Unverschämtheit. Und doch muss man sich stellen. So will es das Leben. Zum heutigen Montag zwischen den Klausuren kehre ich zum Anfang zuück: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Abi ist da. Unerwarteter als Weihnachten, unerwünschter als der eigene Geburstag. Es kam einfach ohne zu fragen. Man ging zur Schule und nach 13 Jahren steht es nun vor der Tür. Unverschämtheit. Und doch muss man sich stellen. So will es das Leben. Zum heutigen Montag zwischen den Klausuren kehre ich zum Anfang zuück: Wieder eine fingierte Unterredung erdacht aus einzelnen Gesprächen mir naher und ferner Figuren. Allwissend, nichtskönnend.</strong></p>
<p><img src="http://www.ohnehin.com/wp-content/uploads/2008/04/CIMG3813.jpg" alt="" title="CIMG3813" width="470" height="353" class="alignnone size-full wp-image-1368" /></p>
<p><strong>Cogito ergo sum &#8211; Ich denke, also bin ich.</strong><br />
Du bist. Das ist wahr. Entscheidend dabei ist doch aber vor allem, was du bist. Und das bleibt ja hier völlig offen. In meinem Fall bin ich vor allem gerade geschafft und genervt vom Lernen, ein bisschen hungrig und aufgeregt. Vielleicht auch panisch. Wegen des Abiturs halt. Aber auch glücklich einfach grad so sein zu können.</p>
<p><strong>Nun könntest du auch dankbar sein. Dankbar für die Zeit des Lernens.</strong><br />
Ja und was wir nicht alles gelernt haben: Seelenwanderungen in ferne Welten, während unser Körper am Ort verweilt und sogar durch Automatismen am Unterrichtsgeschehen teilnimmt&#8230; Dass beschleunigte Masse und Kraft zusammenhängen &#8211; endlich wurde uns der Unterschied zwischen Eisen- und Federhammer bewusst&#8230; Lernen alles nur für den Moment zu Lernen. Auswendig. Und dann ganz schnell es wieder zu verdrängen&#8230; Jaja, wir haben schon viel in diesen Jahren gelernt. Nur die Rahmenpläne sind spurlos voübergezogen.</p>
<p><strong>Fühlst du dich jetzt aber nicht wissend? Ein Genie des Lebens?</strong><br />
Wissend? Nun gut, ich kann vielleicht ein Gedicht eingehender auf Metrum, Stilmittel und Intention des Autors untersuchen. Aber wissend? Dann hätte das Schulsystem seinen Zweck erfüllt und das ist leider nicht so: Ich wäre wissend, wenn ich wüsste, wo es mit meinem Leben hingehen soll. Was in 10 Jahren vielleicht ist. Aber ich weiß es noch nicht mal von in einem Monat. Ich sollte wissen, wie es um meine Zukunft bestellt ist, doch bisher habe ich nur Verdrängung und panische Propaganda kennengelernt. Nein, wissend bin ich nicht. Ich fühle zumindest nicht so. Vielleicht sogar ganz gut so.</p>
<p><strong>Eine letzte Weisheit?</strong><br />
Wir sind Schüler von heute, die in Schulen von gestern, von Lehrern von vorgestern, mit Methoden aus dem Mittelalter auf die Probleme von morgen vorbereitet werden. Ich wage zu behaupten, es gäbe ein Problem.</p>
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		<title>(12) Sprachlos sein</title>
		<link>http://www.ohnehin.com/2008/04/21/12-sprachlos-sein/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 02:39:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Schulzeit ist vorbei. Man merkt, dass etwas zu Ende geht. Ein schlechtes Gefühl. Man hat Angst, all die Menschen zu verlieren, die einem seit Jahren lieb sind. Ein Moment, der mir die Sprache raubt. Diesem Empfinden entsprechend die Montagsunterredung mit Natalie über das Reden und Sprechen und den Zweck an sich.

Reden des Redens wegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Schulzeit ist vorbei. Man merkt, dass etwas zu Ende geht. Ein schlechtes Gefühl. Man hat Angst, all die Menschen zu verlieren, die einem seit Jahren lieb sind. Ein Moment, der mir die Sprache raubt. Diesem Empfinden entsprechend die Montagsunterredung mit Natalie über das Reden und Sprechen und den Zweck an sich.</strong></p>
<p><img src="http://www.ohnehin.com/wp-content/uploads/2008/04/CIMG3663.jpg" alt="" title="CIMG3663" width="470" height="233" class="alignnone size-full wp-image-1356" /></p>
<p><strong>Reden des Redens wegen &#8211; wozu sprichst du?</strong><br />
Kommunizieren. Sich bewusst zu werden, da ist noch jemand. Man ist nicht allein, man ist wirklich am Leben. Und nimmt Teil daran, um zu hören, wie es anderen geht. Manchmal auch, um sich von Gedanken fernzuhalten, die einen nur runterziehen würden. Ich rede absolut gern und oft. Einigen Menschen wohl auch zu viel.</p>
<p><strong>Und mit wem sprichst du woüber?</strong><br />
Mit so ziemlich jedem. Es gibt keinen Menschen auf dieser Welt, der es nicht wert ist, mit ihm zu reden. Woüber? Das ist schwer zu definieren. Über alles, was einen interessiert. Einen bewegt. Über alles, was in Worte gefasst werden kann.</p>
<p><strong>Monolog oder Dialog?</strong><br />
Dialog. Definitiv. Beim Monolog gibt es keine Reaktion des anderen. Dabei ist das doch gerade das Schöne am Reden. Dass man es zu zweit oder mit noch mehreren Personen macht. Und nicht allein.</p>
<p><strong>Was nimmt dir die Sprache? Raubt dir die Worte?</strong><br />
Eine Überflutung an Gefühlen. Ein Moment, bei dem ich merke, dass ich meine Gefühle nicht mehr in Worte verpacken kann. Ein Moment, an dem ich allein sein möchte. Ein Moment, der wohl selten vorkommt. Die Erkenntnis, dass selbst Worte in diesem Augenblick nichts verbessern, nichts ändern können. Dass Schweigen manchmal besser ist. Manchmal sagt Schweigen mehr aus als alle Worte dieser Welt zusammen. Wann dies so ist, muss jeder für sich selbst herausfinden.</p>
<p><strong>Einen Tag taubstumm sein?</strong><br />
Unvorstellbar.</p>
<p><strong>Reden: Schöner Klang oder Lärm?</strong><br />
Es sollte eigentlich ein schöner Klang sein. Aber in diesen Zeiten ist es meistens Lärm. Was da bei vielen Jugendlichen aus dem Mund kommt, kann man nicht mehr als Reden bezeichnen. Mein Reden klingt unterschiedlich. Abhängig von meiner Stimmung. Mal Rock, mal Schlager. Aber immer lebendig.</p>
<p><strong>Ein letzter Monolog?</strong><br />
Täglich rede ich mir mein Leben<br />
Aus U-Bahn Fahrplaneinzelpunkten.<br />
Aus Oben ohne Ohneboden<br />
Ohne Schweigen<br />
Rastlos, nie ratlos<br />
Niemals Sprachlos<br />
Fehle ich den Worten</p>
<p>Ich versuche mir die Welt zu erklären<br />
Als ob zwischen Punkten Linien wären<br />
Als ob die Worte mir die Welt in Streifen teilten<br />
Ich greife nur und kann nicht begreifen</p>
<p><em>- Wir sind Helden, &#8220;Stiller&#8221; -</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>(11) Daheim sein</title>
		<link>http://www.ohnehin.com/2008/04/14/11-daheim-sein/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 03:14:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Ende ist nah. Der Alltagstrott der nun schon über eine Dekade andauernden Schulzeit ist voüber. Alle brechen sie auf. Ich auch im August. In unbekannte Welten. Zu neuen Ufern. Zeit sich sich auf seine Wurzeln zu besinnen. Zum heutigen Montag, dem letzten Unterrichtsmontag, ein Gespräch mit Nina über das Daheim sein, die Fremde und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Ende ist nah. Der Alltagstrott der nun schon über eine Dekade andauernden Schulzeit ist voüber. Alle brechen sie auf. Ich auch im August. In unbekannte Welten. Zu neuen Ufern. Zeit sich sich auf seine Wurzeln zu besinnen. Zum heutigen Montag, dem letzten Unterrichtsmontag, ein Gespräch mit Nina über das Daheim sein, die Fremde und ein Geborgenheitsgefühl.</strong></p>
<p><img src="http://www.ohnehin.com/wp-content/uploads/2008/04/ninadaheim1.jpg" alt="" title="ninadaheim" width="470" height="235" class="alignnone size-full wp-image-1352" /></p>
<p><strong>Du wohnst nicht mehr zu Hause. Du bist ausgezogen.<br />
Doch so simpel, wie das jetzt klingt, war und ist das nicht, oder?</strong><br />
Nein. Ganz so einfach war es nicht. Ich bin aber auch nicht mal eben ausgezogen &#8211; in eine WG in Berlin. Zuerst bin ich für ein Auslandsjahr vor 2 1/2 Jahren nach Südafrika gegangen. Heute nix mehr besonderes. Aber anstatt nach einem Jahr Erfahrungen, Kenntnisse über die neue Kultur und viele Erinnerungen wieder heim zu fahren, hat es mich über den großen Teich gezogen. Nun lebe ich seit über einem Jahr hier in den Vereinigten Staaten von Amerika. In New Jersey.</p>
<p><strong>Wie ist es so weit weg von deiner Familie und deinem Herkunftsland zu sein?</strong><br />
Also&#8230; (langes Schweigen) es ist schwer. Oft genug. Aber ich weiß auch, weshalb ich diese Wahl getroffen habe. Grad die Geborgenheit der Familie und meiner alten Freunde habe ich damals in Südafrika sehr vermisst. Aber  man gewöhnt sich an alles. Oder besser: Man stumpft ab.</p>
<p><strong>Ist Berlin deine Heimat? Fühlst du dich hier daheim?</strong><br />
Berlin. Naja, irgendwie schon. Es ist die Stadt, in der ich geboren wurde und aufgewachsen bin. Fast mein ganzes Leben habe ich hier verbracht. Mein Zuhause ist es nicht mehr. Ob ich ein heimisches Gefühl für Berlin empfinde, vermag ich nicht zu sagen. Aber es ist ein gewisses Gefühl des Erinnerns. An die alten Bilder im Kopf. Mein alter Schulweg, der mich jahrelang begleitet hat. Meine kleine Straße. Der Mauerpark hier. Die Wohnung bei meinen Eltern. Mein altes Zimmer. In gewisser Weise wird Berlin auch immer Heimat für mich sein.</p>
<p><strong>Wie wichtig ist Heimat?</strong><br />
Unglaublich wichtig. Zumindest für mich. Es tut gut zu wissen, woher man kommt. Nur dann kann man sich auch sicher darauf berufen, wo man hin will. Zu hause kann man sich überall fühlen. Zu hause, da bin ich, wo ich in Freude leben kann. Aber Heimat ist schon was besonderes. Sich auf seine Wurzeln berufen zu können &#8211; jetzt ganz unabhängig woher man kommt. Aber einfach dieses Gefühl des Verankert seins. Ich genieße es immer sehr. Deshalb freu ich mich auch jedes Mal aufs Neue, es zu erleben. Herrlich.</p>
<p><strong>Ein letztes Grußwort?</strong><br />
&#8220;Deine Nacht über Berlin &#8211; was immer du jetzt sagst.<br />
Meine Worte auf den Knien &#8211; als du noch bei mir lagst.&#8221; &#8211; The Wohlstandskinder</p>
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		<title>(10) Hörend sein</title>
		<link>http://www.ohnehin.com/2008/04/07/10-horend-sein/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 18:34:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sein]]></category>

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		<description><![CDATA[10! Das erste Jubiläum. Eigentlich nix besonderes, aber man kann ja was draus machen. Heute mal eine Unterredung mit einem Menschen mit einem offenen Ohr. Mir. Neun Gespräche vorher immer gelauscht, mitgekritzelt und später alles zusammstilisiert. Ein Selbstversuch. Ein Selbstgespräch. Vor dem Spiegel.

Warum jeden Montag diese unsäglichen Interviews über Gefühle?
Wer will das denn wirklich lesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>10! Das erste Jubiläum. Eigentlich nix besonderes, aber man kann ja was draus machen. Heute mal eine Unterredung mit einem Menschen mit einem offenen Ohr. Mir. Neun Gespräche vorher immer gelauscht, mitgekritzelt und später alles zusammstilisiert. Ein Selbstversuch. Ein Selbstgespräch. Vor dem Spiegel.</strong></p>
<p><img src="http://www.ohnehin.com/wp-content/uploads/2008/04/CIMG3823.jpg" alt="" title="CIMG3823" width="470" height="277" class="alignnone size-full wp-image-1345" /></p>
<p><strong>Warum jeden Montag diese unsäglichen Interviews über Gefühle?<br />
Wer will das denn wirklich lesen oder gar wissen?</strong><br />
Und wieder stürzt eines dieser Gespräche sich sofort auf die alles entscheidende Frage. Die nach dem Sinn. Da überfordere ich mich doch glatt gleich selbst am Anfang. Es ist an erster Stelle für mich. Ich mag diese zwischenmenschlichen Beobachtungen. Dieses simple. Aber gleichzeitig unglaublich wichtige. Die Befindlichkeiten der Menschen in dieser Welt. Das alles fasziniert mich sehr.</p>
<p><strong>Aber wieso dieses Blog? Das kannst du ja auch in ein Büchlein schreiben.</strong><br />
Ertappt. Ich stell das gern zur Schau. Weil ich das Internet mag &#8211; WordPress ist ne tolle Software. Weil ich mich gern öffne. Exhibitionist. Nicht ganz. Manche sagen vielleicht auch Emo. Wenn Gefühle zeigen Emo sein ist, dann gerne. Weil es mir ein Bedürfnis ist. Und weil es wohl Leute lesen.</p>
<p><strong>Vielleicht aus dem Trieb nach Achtung, Anerkennung, Wertschätzung?</strong><br />
Ja, sicher das auch. Wer will das nicht?</p>
<p><strong>Als wie schizophren empfindest du dieses Gespräch?</strong><br />
Es ist schon paradox. Manch einer möchte an meinem Geisteszustand zweifeln. Aber es ist auch spannend. Sich selbst Fragen zu stellen. Da wird man sich einiges erst bewusst. Aber für heute reicht es. Zu konfus alles.</p>
<p><strong>Ein letzter Wahn?</strong><br />
Es war einmal ein Graf, der lag in seinem Bette.<br />
Er brauchte seinen Schlaf. Träumt von versteckten Fetten.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>(9) Blind sein</title>
		<link>http://www.ohnehin.com/2008/03/31/9-blind-sein/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Mar 2008 23:05:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist lang her seit der letzten Unterredung. Am letzten Montag (8>) gab es nur Ausreden für mein eigenes schlechtes Gewissen. Doch heute gibt es wieder eine. Ein Gespräch über das Verschließen der Augen, über das Nicht-Sehen. Über Gefühle, deren Befindlichkeiten und die Unfähigkeit des eigenen Ichs diese zu erkennen. Blind sein. Der oder die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist lang her seit der letzten Unterredung. Am letzten Montag (<a href="http://www.ohnehin.com/2008/03/17/8-selig-sein/">8</a>>) gab es nur Ausreden für mein eigenes schlechtes Gewissen. Doch heute gibt es wieder eine. Ein Gespräch über das Verschließen der Augen, über das Nicht-Sehen. Über Gefühle, deren Befindlichkeiten und die Unfähigkeit des eigenen Ichs diese zu erkennen. Blind sein. Der oder die nette Gesprächspartner/in möchte unerwähnt bleiben, das respektiere ich. Der Inhalt ist umso interessanter.</strong></p>
<p><img src="http://www.ohnehin.com/wp-content/uploads/2008/03/gh23781.jpg" alt="" title="gh2378" width="470" height="308" class="alignnone size-full wp-image-1337" /></p>
<p><strong>Was siehst du in diesem Moment?</strong><br />
Dich. Einen völlig durchgedrehten, rothaarigen Typen mit mehr oder weniger sinnigen Gedankengängen. Aber sympathisch. Sehr sogar. Vor allem mit deinem Halstuch, du Künstler. Mein Zimmer hier, das Bett auf dem wir sitzen. Die Kugellampe in der Ecke mit ihrem warmen Schein. Und die Welt vor dem Fenster hier sehe ich. Bäume und Wolken und die untergehende Sonne.</p>
<p><strong>Und was siehst du nicht? Was bleibt dir verborgen, was dir verwährt?</strong><br />
Die Liebe. Es gibt da jemanden. Mir wurde gesagt, dass er wohl verliebt in mich ist. Ich sehe es nicht. Ich scheine völlig stumpf für dieses Gefühl zu sein. Es zu empfinden. Es zu bemerken. Es zu sehen. Das schmerzt mich sehr, weil ich auch weiß, dass ich damit besagten Menschen ja auch verletze. Ich möchte die Augen öffnen könne, das wundervolle Gefühl betrachten und erfassen können. Doch sie bleiben mir verschlossen.</p>
<p><strong>Wieso glaubst du, ist das so? Was hat dir dein Augenlicht zur Liebe geraubt?</strong><br />
Schlechte Erfahrungen? Schicksal? Es gibt keinen? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich weiß auch nicht, ob ich es wissen will. Aber es wäre leichter für mich, wenn ich schon immer blind für dieses Gefühl gewesen wäre. Zu wissen, wie es ist, peinigt mich schon sehr.</p>
<p><strong>Bist du ein Einzelfall?</strong><br />
Nein. Auf keinen Fall. Ich denke sogar, dass es mich im Verhältnis noch gut getroffen hat. Es wird irgendwann wieder besser werden. Aber viele Menschen sind blind für viel wichtigere Dinge im Leben. Viele können keine Freundschaften bilden, leiden unter Selbstüberschätzung, sind verbissen oder sehen die Freude am Leben nicht mehr. Solange ich letzteres mir erhalten kann, geht es mir gut.</p>
<p><strong>Letzte Worte in der Dunkelheit?</strong><br />
Jemand hat mal gesagt: &#8220;Liebe ist der Entschluß, das Ganze eines Menschen zu bejahen, die Einzelheiten mögen sein, wie sie wollen.&#8221; Vielleicht kann ich wieder Lieben, wenn ich es schaffe mich selbst zu bejahen. Die Liebe besteht zu drei Viertel aus Neugier &#8211; das letzte Viertel werde ich auch noch schaffen.</p>
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		<title>(8&#8242;) Schreiblos sein</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Mar 2008 13:35:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Sein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Es ist schon komisch. Da scheinen echt ein paar Leute öfters freiwillig hier vorbeizuschauen. Und ich muss zugeben: Ja, ich hab das Blog in den letzten Tagen/Wochen liegen gelassen. Zu sehr umnächtigt war ich, zu sehr mit anderem beschäftigt (guckguck wir schreiben bald Abitur). Mal sehn, ob ich das wieder verbessern kann. Die so großartig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ohnehin.com/wp-content/uploads/2008/03/CIMG3790.jpg" alt="" title="CIMG3790" width="470" height="148" class="alignnone size-full wp-image-1325" /></p>
<p><strong>Es ist schon komisch. Da scheinen echt ein paar Leute öfters freiwillig hier vorbeizuschauen. Und ich muss zugeben: Ja, ich hab das Blog in den letzten Tagen/Wochen liegen gelassen. Zu sehr umnächtigt war ich, zu sehr mit anderem beschäftigt (guckguck wir schreiben bald Abitur). Mal sehn, ob ich das wieder verbessern kann. Die so <a href="http://www.ohnehin.com/?p=137">großartig angekündigten</a> Kurzgeschichten des Herrn Ohnehin müssen aber auf jeden Fall vertagt werden, so leid es mir tut. Ich versuche aber nachzuarbeiten :)</strong></p>
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		<title>(8) Selig sein</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Mar 2008 23:01:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sein]]></category>

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		<description><![CDATA[Heut ist St. Patrick&#8217;s Day. Da wird nicht viel geredet. Da ist man selig. Glückselig. Zumindest nicht mehr in der Lage tiefgehende Gespräche zu führen. Also keine sinnvollen. Erin go bragh &#8211; Slainté!

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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heut ist St. Patrick&#8217;s Day. Da wird nicht viel geredet. Da ist man selig. Glückselig. Zumindest nicht mehr in der Lage tiefgehende Gespräche zu führen. Also keine sinnvollen. Erin go bragh &#8211; Slainté!</strong></p>
<p><img src="http://www.ohnehin.com/wp-content/uploads/2008/03/P1000282.jpg" alt="" title="P1000282" width="470" height="203" class="alignnone size-full wp-image-1323" /></p>
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		<title>(7) Sportlich sein</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 16:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nico</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die BVG streikt. Die S-Bahn ja leider nicht. Dabei hätte ich es zu gern gesehen, wie Berlin zusammenbricht. Seit letzten Mittwoch fahr ich also nun mit dem Fahrrad zur Schule. So viel körperliche Betätigung bin ich eigentlich nicht gewohnt. Aber mir gefällt es irgendwie. Heute am Montag nun aber ein Gespräch mit einem, der eindeutig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die BVG streikt. Die S-Bahn ja leider nicht. Dabei hätte ich es zu gern gesehen, wie Berlin zusammenbricht. Seit letzten Mittwoch fahr ich also nun mit dem Fahrrad zur Schule. So viel körperliche Betätigung bin ich eigentlich nicht gewohnt. Aber mir gefällt es irgendwie. Heute am Montag nun aber ein Gespräch mit einem, der eindeutig sportlicher ist als ich: Chrille.</strong></p>
<p><img src="http://www.ohnehin.com/wp-content/uploads/2008/03/CIMG3788.jpg" alt="" title="CIMG3788" width="470" height="214" class="alignnone size-full wp-image-1318" /></p>
<p><strong>Du bist fit?</strong><br />
Wie man es nimmt. Fit ja, gesund nicht unbedingt.<br />
Fünf mal die Woche geh ich direkt nach der Schule zum Kraftsport. Wenn ich mich zu Hause erst in meinen Sessel fallen lassen würde, hätt ich glaub ich nicht mehr den Willen hinzugehen. Da bin ich zu bequem. Wäre ich nicht so motiviert, würde ich es nicht so oft hinschaffen.</p>
<p><strong>Aber die Gesundheit leidet?</strong><br />
Ja, schon. Es ist sowohl das Knie, der ücken, als auch die Handgelenke. Wobei ich mit dem ücken schon immer Probleme hatte. Durch das Training wurde es eher besser.</p>
<p><strong>Wieso treibst du Sport? Was gibt er dir?</strong><br />
Es gibt mir Selbstbewusstsein. Davon hatte ich vorher nicht viel. Der Sport hilft da sehr. Außerdem ist er ein Ausgleich zum Schulstress. Nach dem Krafttraining fühlt man sich wie neu geboren. Man ist zwar total ausgelaugt, aber völlig klar im Kopf. Und vor allem glücklich.</p>
<p><strong>Wie kann man sich dich beim Sport vorstellen?</strong><br />
Kurze Hose. Örmelloses T-Shirt &#8211; ja, ich weiß <em>(grinsen)</em>. Dann hab ich Wasser und Kakao dabei. Handgelenkschoner. Und natürlich den iPod. Mit dem werden entweder Podcasts oder Rock gehört. Dann schön laut. So bekommt man nix mehr vom Umfeld mit.</p>
<p><strong>Nix vom Umfeld mitbekommen &#8211; vergisst du dich selber im Sport?</strong><br />
Ich denke, so kann man es nennen. Wenn man mit den Gewichten kämpft, dann gibt es nichts anderes im Umgebung. Nur dich und das Gewicht. Das ist das Besondere an der ganzen Sache. Nichts denken. Den Kopf völlig frei haben. Nur du und das Gewicht.</p>
<p><strong>Würde dich dein Gesundheitszustand vom Sport abhalten oder ist Sport doch Mord?</strong><br />
Sport ist erst dann Mord, wenn man den falschen Sport macht. Oder den Sport an sich falsch macht. Außerdem glaube ich, dass ich ohne den Sport noch viel schlimmer dran wäre.</p>
<p><strong>Welchen Sport würdest du deinen Kindern, deinen Freunden empfehlen?</strong><br />
Das ist egal. Hauptsache sie machen einen.</p>
<p><strong>Balett? Schach? Dart? Billiard?</strong><br />
Ahh ok, du hast mich! Sport ist, wenn man vom Sport außer Puste kommt. Von daher sind Billard und Schach und so keine wirklichen Sportarten. Und Ballett. Hmm, wenn es denn unbedingt sein muss, ist Ballett auch ok.</p>
<p><strong>Bist du süchtig nach Sport?</strong><br />
Ganz klar: Ja. Es ist sogar soweit, dass ich Schmerzen bekomme, wenn ich nicht trainieren gehe. Sport tut gut. Ich wüsste auch nicht, warum ich meinen Sport reduzieren sollte. Sport als Sucht ist ok, wenn er nicht das soziale Leben der Person im großen Maße beeinflusst.</p>
<p><strong>Ein letzter Kraftakt?</strong><br />
Jeder sollte irgendetwas machen, dass ihn glücklich macht und ihn gesund hält.</p>
<p><img src="http://www.ohnehin.com/wp-content/uploads/2008/03/CIMG3782.jpg" alt="" title="CIMG3782" width="470" height="285" class="alignnone size-full wp-image-1319" /></p>
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