// daheim

26. März 2008

In den Hallen der Klänge

Starte Dein iTunes, was sagt die Statistik:
3086 Titel
7,9 Tage
14,35 GB

Kürzester und längster Track:
- “Sex im Ameisenhaufen” – The Wohlstandskinder (0:19 Min.)
- “WOE” – Julia Nunes (29:19 Min.)

Erster und letzter Track (Titelname):
- “Abgestandenes Bier” – Mutabor
- “9. Nov. – 8. Okt.” – Quetschenpaua

Erster und letzter Interpret:
- ACDC (mit “Hells Bells”)
- Yellowcard (mit “Powder”)

Erstes und letztes Album (Titel):
- “Akkorde für die Nichtigkeit” von Nico Hoffmann :P
- 07/31/04 von Dispatch

Die fünf meistgespielten Tracks:
- “Verschwende deine Zeit”, gisbert
- “Und dann”, papptiger
- “so familiar”, Julius Kowarz
- “I’m sorry”, Anouk
- “Mist”, John Butler Trio

Fünf Songs im Partyshuffle (Party-Jukebox):
- “Believe”, John Butler Trio
- “Epicentre De La Folie”, Marycones
- “Boston And St. John’s”, Great Big Sea
- “Silhouettes and Traces”, Just Cried / Nina Bötcher
- “Manche Dinge Öndern Dich Nie”, Julius Kowarz

Suche nach folgenden Begriffen – wieviele Songs tauchen als Ergebnis auf?
Sex: 4
Death: 2 | Tod: 2
Love: 36 | Liebe: 27
You: 102 | Du: 64
Home: 26 | Haus: 32
Boy: 8 | Junge: 3
Girl: 13 | Mädchen: 5
(hmm, deutsprachige Lieder dücken sich poetischer aus. daher finden sich die deutschen Begriffe weniger oft, obwohl ich mehr deutsche Lieder habe)

[gedrängt von dem da düben]

24. März 2008

Eine frohgesinnte Hasenjagd :)

Am letzten Feiertag nun doch noch Ostergüße: Fastenzeit endlich vorbei, eine leicht prickelnde Holunder-Bionade schlürfen, die weißen Wattebäusche und ihre blauen Lücken am Himmel zählen, schöne Geschichten oder poetische Blogs lesen und einfach froh sein. Der aufkeimende Unmut über die wetterliche Lage wird mit einer Hasenjagd im Keim erstickt – man brauche ihn erst nächstes Jahr wieder…

24. März 2008

Das Abitur – Urkampf der Menschen

13 Jahre Schule – nun bald das Abitur in der Tasche. Die so genannte Reifepüfung. Stop – erst bald. Vorher kommen ja noch die verflixt fiesen Klausuren. In denen spiegelt sich ja eigentlich der Urkampf der Menschen wieder. Wollte man füher reif, also erwachsen werden, dann wurde man losgeschickt. Man zog in den Wald. Quasi nackt, nur mit einem kleinen Steindolch bewaffnet. Und dann sollte man ein großes Tier so erlegen. Um die Manneskraft zu beweisen. Als Abiturient geht es einem nicht besser. Der Steindolch wurde durch einen Werbekugelschreiber ersetzt und statt in den Wald geht es in einen sauerstoffarmen Klassenraum. Alles andere ist gleich. Was gilt ist der Kampf. Nur du, dein Kugelschreiber und das Aufgabenpapier des Grauens. Tage, Wochen vorher paukt man Goethe, Schiller, Kafka und Hebbel. Aber wissen tut man doch nichts. Besonders in dem Moment der Klausur. Aber man muss da durch. Mann muss den Kampf führen. Um Reife zu erlangen. Um erwachsen zu werden.

Ich glaube, ich wäre lieber in den Wald gezogen. Auch ohne Steindolch.

23. März 2008

(8′) Schreiblos sein

Es ist schon komisch. Da scheinen echt ein paar Leute öfters freiwillig hier vorbeizuschauen. Und ich muss zugeben: Ja, ich hab das Blog in den letzten Tagen/Wochen liegen gelassen. Zu sehr umnächtigt war ich, zu sehr mit anderem beschäftigt (guckguck wir schreiben bald Abitur). Mal sehn, ob ich das wieder verbessern kann. Die so großartig angekündigten Kurzgeschichten des Herrn Ohnehin müssen aber auf jeden Fall vertagt werden, so leid es mir tut. Ich versuche aber nachzuarbeiten :)

17. März 2008

(8) Selig sein

Heut ist St. Patrick’s Day. Da wird nicht viel geredet. Da ist man selig. Glückselig. Zumindest nicht mehr in der Lage tiefgehende Gespräche zu führen. Also keine sinnvollen. Erin go bragh – Slainté!

14. März 2008

(h) … beim Kolloquium

Ja, es hat heute stattgefunden. Mein Kolloquium. Zu meiner Facharbeit. Und es war gut. Wenn nicht sogar mehr als gut. Doch was sagt man eigentlich bei so einem Kolloquium?


  • Nach diesen 20 Minuten werden Sie ein ganz neues Lebensgefühl in sich tragen. Aber nicht wegen Balisto…
  • Ich hab da mal rein zufällig etwas vorbereitet.
  • Wie stehen Sie zu der Werbekampagne “Be Berlin”? / [...] zum Scheitern verurteilt. Sie setzt als erstes auf einen Anglizismus. Das ist aber einfach mal total out. “Sei Berlin” wäre besser, aber auch nicht der Burner. Beides flasht einfach nicht mehr, weil der Lifestyle einfach nicht authentisch ist.
  • Sie haben sich ja richtig Mühe gegeben? / Nein, sagen Sie nicht – das hatt ich doch gar nicht vor. Ist doch auch gaaar nicht wichtig fürs Abi.

10. März 2008

(7) Sportlich sein

Die BVG streikt. Die S-Bahn ja leider nicht. Dabei hätte ich es zu gern gesehen, wie Berlin zusammenbricht. Seit letzten Mittwoch fahr ich also nun mit dem Fahrrad zur Schule. So viel körperliche Betätigung bin ich eigentlich nicht gewohnt. Aber mir gefällt es irgendwie. Heute am Montag nun aber ein Gespräch mit einem, der eindeutig sportlicher ist als ich: Chrille.

Du bist fit?
Wie man es nimmt. Fit ja, gesund nicht unbedingt.
Fünf mal die Woche geh ich direkt nach der Schule zum Kraftsport. Wenn ich mich zu Hause erst in meinen Sessel fallen lassen würde, hätt ich glaub ich nicht mehr den Willen hinzugehen. Da bin ich zu bequem. Wäre ich nicht so motiviert, würde ich es nicht so oft hinschaffen.

Aber die Gesundheit leidet?
Ja, schon. Es ist sowohl das Knie, der ücken, als auch die Handgelenke. Wobei ich mit dem ücken schon immer Probleme hatte. Durch das Training wurde es eher besser.

Wieso treibst du Sport? Was gibt er dir?
Es gibt mir Selbstbewusstsein. Davon hatte ich vorher nicht viel. Der Sport hilft da sehr. Außerdem ist er ein Ausgleich zum Schulstress. Nach dem Krafttraining fühlt man sich wie neu geboren. Man ist zwar total ausgelaugt, aber völlig klar im Kopf. Und vor allem glücklich.

Wie kann man sich dich beim Sport vorstellen?
Kurze Hose. Örmelloses T-Shirt – ja, ich weiß (grinsen). Dann hab ich Wasser und Kakao dabei. Handgelenkschoner. Und natürlich den iPod. Mit dem werden entweder Podcasts oder Rock gehört. Dann schön laut. So bekommt man nix mehr vom Umfeld mit.

Nix vom Umfeld mitbekommen – vergisst du dich selber im Sport?
Ich denke, so kann man es nennen. Wenn man mit den Gewichten kämpft, dann gibt es nichts anderes im Umgebung. Nur dich und das Gewicht. Das ist das Besondere an der ganzen Sache. Nichts denken. Den Kopf völlig frei haben. Nur du und das Gewicht.

Würde dich dein Gesundheitszustand vom Sport abhalten oder ist Sport doch Mord?
Sport ist erst dann Mord, wenn man den falschen Sport macht. Oder den Sport an sich falsch macht. Außerdem glaube ich, dass ich ohne den Sport noch viel schlimmer dran wäre.

Welchen Sport würdest du deinen Kindern, deinen Freunden empfehlen?
Das ist egal. Hauptsache sie machen einen.

Balett? Schach? Dart? Billiard?
Ahh ok, du hast mich! Sport ist, wenn man vom Sport außer Puste kommt. Von daher sind Billard und Schach und so keine wirklichen Sportarten. Und Ballett. Hmm, wenn es denn unbedingt sein muss, ist Ballett auch ok.

Bist du süchtig nach Sport?
Ganz klar: Ja. Es ist sogar soweit, dass ich Schmerzen bekomme, wenn ich nicht trainieren gehe. Sport tut gut. Ich wüsste auch nicht, warum ich meinen Sport reduzieren sollte. Sport als Sucht ist ok, wenn er nicht das soziale Leben der Person im großen Maße beeinflusst.

Ein letzter Kraftakt?
Jeder sollte irgendetwas machen, dass ihn glücklich macht und ihn gesund hält.

9. März 2008

(g) … Konsum, Kommerz und Kapitalismus?

Eine Rüge muss her! Zwei Tage schon wieder im Verzug. Das sind bestimmt 17 Jahre Fegefeuer. Zeche prellen bedeutet übrigens “geprellter Preis * 666 = Jahre in der Hölle”. Das nur am Rande. Diesmal einige Gedanken zum Geld und seinen Auswirkungen. Aufgeschnappt auf den Wegen und in den Räumen dieser Stadt.
Drüben hat man auch gerade davon erzählt. Das Thema scheint Mode zu sein: Und ich der Post-Trendsetter!


  • Konsum? Oh ja, lass uns die Wahrheit kaufen! Oder wie wärs mit der Ehre?
  • “Konsumtempel die flackerten und wir riefen außerdem: Der Angriff gilt den Königen und dem ganzen scheiß System. Komm wir machen die Paläste dem Boden gleich, Feuer und Flamme dem Königreich”
  • Je ausgeprägter der Superkapitalismus hier herrscht, umso mehr Leute sehen sich nach dem Sozialismus.
  • “Wir brauchen keine Hausbesitzer, denn die Häuser gehören uns.”
  • Achtung, Achtung: Das kleine “soziale” möchte bitte von seiner Marktwirtschaft an der politischen Rezeption abgeholt werden. Nokia wird das Umgangsrecht mit beiden aberkannt.
  • Wieso kostet eine Packung Mehl 39 Cent, wenn eine kleine Papiertüte schon 40 cent kostet?

3. März 2008

(6) Melodisch sein

Schon wieder Montag. Fast hätt ich es vergessen. Doch Jenny the Enny hat sich spontan bereit erklärt mit mir zu plaudern. Und was wäre da nicht passender als ein musikalisches Thema. Heute also ein harmonisches Gespräch über melodische Befindlichkeiten und deren Berechtigung des Seins.

Du bist musikalisch? Zumindest munkelt man.
Ja, man munkelt. Ich glaub es sogar fast. Klavier kann ich spielen, zumindest entlocke ich ihm einige Töne. Nicht der großen Rede wert, Theorie besiegt wieder mal Praxis. Aber meine Stimme ist glaub ich ganz nett zu vernehmen. Ich schätze jedoch mal glatt, dass, so wie ich dich Fuchs kenne, du eigentlich nicht wirklich über mein tonales Können sprechen möchtest. Sondern über mehr.

Nun gut, du hast mich durchschaut. Wie wichtig ist ein melodisches Leben?
Für mich. Enorm. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen ohne Musik zu leben. Wieso auch? Musik ist so aussagekräftig. Viel intensiver als normale Sprache. Musik ist Emotion und zwar eine der reinsten Formen. Und sie ist so poetisch. Ich liebe das. Man kann sich in den Melodien, in den Harmonien, in den Tönen verlieren. Und wiederfinden. Sich selbst erschaffen und erkennen. Anderen ein kleines Bisschen Freude schenken. Musik ist grandios. Drauf verzichten? Niemals!

Kreativität – notwendig, um Lieder zu schaffen?
Hmmm, also einerseits klar, man muss schon irgendwie kreativ sein. Aber ich glaube, dass eigentlich jeder diese Kreativität in sich trägt. Man muss nur den Zugang dazu finden. Ich glaube, dass geht immer nur über die eigenen Gefühle. Wenn man diese zulässt, kommen Texte, Melodien und Harmonien ganz von selbst. Musikalisches Wissen, Gespür oder ähnliches wird da fast nebensächlich.

Pfeifst du in jeder Lebenslage?
Das nun wirklich nicht. Eigentlich eine schöne Vorstellung, man könnte jeder Situation und Gegebenheit etwas schönes abzugewinnen. Mehr Gelassenheit. Mehr Freude. Bei mir funktioniert das nur irgendwie nicht. Doch vielleicht ist das auch ganz gut. Melancholische Stunden erinnern einen, was wahres Glück und Freude doch wert ist. Ich möchte sie auch nicht missen.

Die entscheidende Frage: Wie klingt dein Leben?
Ui, also ich glaube es ist Funk. Die Rhythmik liegt auf den unbetonten Zählzeiten. Die ausgetretenen Wege sind verlassen, man hebt sich ab. Synkopen im Grundbeat meines Lebens. Dazu setzen groovy Bläser und eine Rhythmusgitarre schöne Akzente. Die Dynamik des wundervollen Alltags. Über allem eine Soulstimme – in Extase, fröhlich, klagend, wütend, oder trauernd. Aber vor allem voller Gefühle.

Ein letztes Lied?
Ich verzichte darauf heute selber philosophisch zu werden. Ich möchte aber gern einen guten Freund zitieren: “Lieder sind Quellen und Lieder sind Brot, Lieder sind Hoffnung und Lieder sind Not”.

29. Februar 2008

(f) … zu Wortspielen?


  • Wortspiele sind toll: Was hängt im Urwald an den Bäumen? Urlaub!
  • depriren – es musste endlich ein Verb im Aktiv her für traurig/deprimiert sein.
  • zwiebophil – die starke Zuneigung zu jungem Gemüse.
  • Aus der Bibel: “Gnädig ist der Herr Ohnehin, man braucht ihn nicht darum zu bitten”
  • Ich hab noch ‘nen total schlechten Wortwitz: Was sagt ein Gen, wenn es ein anderes trifft? – Halogen!

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Willkommen bei ohnehin.com

Da sind Sie also. Und doch noch nicht weg? Selber Schuld!
Dann sehen Sie sich doch ein wenig um – lesen Sie dies, lesen Sie das. Und wenn Sie letztendlich immer noch nicht genug von mir haben – auch dafür wurde gesorgt.

Nebenbei

Letzte Kommentare

  • Michaela: Diesen Tripp habe ich mir letztes Jahr gegönnt und irgendwie war auch alles so wie im...
  • Julian: Interessant. Wird jetzt samt Fefe ständig gelesen. Damit rangierst du bei mir vor dem...
  • Emu: Yay – das ist eine ziemlich coole Idee. Quasi ein ganz persönliches Delicious :)
  • Eva: Das ist wirklich ein schönes Lied, aber – musst du denn alle Klischees über unsere...
  • Nina: So schlimm dort unten? ;)