17.06.2008

Gedankenströme ¶

Der perfekte Moment. Was passiert, wenn du ihn erreichst? Glückseelig? Ich denke nicht. Es gibt ihn gar nicht. Es gibt nur Momente, die es sich lohnt aufzubewahren. Konservieren. Einzufangen, festzuhalten und wegzuschließen. Der perfekte Moment - ein Traum. Und doch ist er des Greifens nah. An dem Punkt angekommen, den man sich erträumt hat. Zumindest fast. Ein letzter Schritt des Strebens muss immer erhalten bleiben. Träume braucht man. Was wäre der perfekte Moment ohne Träume? Und dennoch ist es das Sein, nicht das Werden oder das Sein Wollen, dass unser Bewusstsein bestimmen sollte. Ein Leben aus Absicht. Damit man sterben kann. Jetzt. Heute. Morgen. Irgendwann halt. Und nicht in dem Zweifel etwas nicht erreicht zu haben. Sondern in der Gewissheit, alles erledigt zu haben. Sein Leben verwirklicht. Es ist der Moment, in dem es kristallisiert. Einfach alles. Dieser Augenblick. Da zieht er vorbei. Ich will ihn halten. Doch halten ist nicht sein, ist werden. Ich bin zufrieden, dankbar. Und doch wächst mir dieses Gefühl über den Verstand. Nix negatives. Durchweg positiv. Einfach grandios. Mein Leben läuft so, wie ich es liebe. Und mit den Menschen, die ich liebe. Und doch kann morgen alles schon vorbei sein. Oder übermorgen. Wer weiß das denn schon so genau? Und wieso sollte man es auch überhaupt wissen? Beenden möchte ich diese post-bildungsbetonten, spätnächtlichen Gedankenströme mit einem kleinen Zitat vom Boxhagener Platz:
“Toaster, toasten, lecker - dit is ‘ne Maschine!”

Nico schrieb es | Schon 2 Kommentare...  | Kategorie: Momente, ich
14.06.2008

Hosen runter!

Gleich ein zweites Stöckchen von einer Heldin:
Ich habe mir vorgenommen Fragen zu beantworten. Alle. Ich erwarte also schlimme, peinliche und fiese Fragen in den Kommentaren. Fragen sagen viel über den Frager aus.

Nico schrieb es | Schon 9 Kommentare...  | Kategorie: Fundstücke, fragwürdig

Ich hab drüben ein Stöckchen gefunden und gleich hierher mitgenommen. Zurückerinnert an die Freundesalbenzeit:

Meine Ex… kennt mich - manchmal geht es nicht zu zweit.
Ich höre gerade… dieses hohe Fiepen von einem Fernseher im Stand-By-Modus.
Vielleicht sollte ich… einfach noch heut schwimmen gehn - Sport soll gut sein.
Ich liebe… diese kleinen Momente, in denen man einfach zustimmt.
Meine besten Freunde sind… enorm, es mit mir auszuhalten.
Ich verstehe nicht,… wieso mein Bus nachts nicht mehr fährt. Verschwörung.
Ich habe keinen Respekt vor… Alter. Taten zählen.
Ich hasse… Rosenkohl.
Liebe ist… eine Geste der besonderen Art. Hand an der Hüfte.
Irgendwo ist jemand… doch das ist auch egal.
Ich werde immer… sentimental, emotional. Zu nachdenklich. Aber besser als nicht.
Ewigkeit ist wie… ein Moment, denn nur der Inhalt zählt.
Was ich niemals verlieren möchte… drei gewisse Wesen, die das wissen sollten.
Wenn Du ein Bunstift wärst,… würde ich Malbücher zutexten.

Auch dieses Stöckchen darf sich selbstverständlich jeder gerne mitnehmen.

Nico schrieb es | Schon 7 Kommentare...  | Kategorie: Fundstücke, ich
12.06.2008

Freundschaft

Die Zweifel und Wirrungen überwunden. Vertrauen und vertraut. Die Erkenntnis verstanden. Freundschaft braucht Zeit. Ich bin dankbar. Sehr sogar. Dir. Lischen.

Nico schrieb es | Schon 9 Kommentare...  | Kategorie: Momente, ich

“Die Sonne scheint in Rimini nie.” - So ein Quatsch, AAHBIIE NUUHLLAACHT!

Nico schrieb es | Schon 4 Kommentare...  | Kategorie: Blicke, Fundstücke, Momente
31.05.2008

Es ist vorbei!

Ja. Nun ist es wirklich soweit. Das Abitur liegt hinter mir. Also zumindest alles das, wofür ich arbeiten musste. Jetzt kommt nur noch Feiern, Notenbekanntgabe, Abiball und vieles mehr. Sehr famos. Finde ich.

Nico schrieb es | Schon 5 Kommentare...  | Kategorie: Zeug

Nico schrieb es | Schon 2 Kommentare...  | Kategorie: Zeug

Eva hat mich inspiriert und ich gehe nun global. International. Multilingual.

Herr Ohnehin. Monsieur de toute facon. Mister Anyway.
Señor de todos modos. Signore lo stesso. Shàoyé Zuǒyòu.

Nico schrieb es | Schon 5 Kommentare...  | Kategorie: Zeug
23.05.2008

Kulturwelten

An diesem Freitag mal ein wenig Kultur. Oben kreative, unten abgeschmackte.

Nico schrieb es | Schon 4 Kommentare...  | Kategorie: Blicke, Fundstücke

Tag 1:
Vor Ihnen liegen 1838,91 Euro. Genau 1838,91 Euro. Abgezählt. Mehrmals. Sie dienen als Startkapital. Als Grundstein. Als Funke, der das Feuer entzündet. Monopole sind großartig. Zumindest, wenn man sie selbst inne hat. Und ab morgen habe ich das im Bereich der Abishirttextilien. Mehr dazu morgen nach dem Besuch des gelben Mannes.

Tag 2:
Das Warten auf das gelbe Männchen scheint endlos zu sein. Und gleichzeitig fürchte ich mich vor einem Brief von ihm. Aber nur ein Gedanke zählt: das Monopol!
So, Textilmonopol ist da. Zufrieden bin ich trotzdem nicht. Na toll! Damit begraben wir wieder einen grandiosen Plan zur Unterwerfung all der rationalen Normen.

Nico schrieb es | 1 Kommentar bis jetzt...  | Kategorie: Welt, fragwürdig

Ich hab mich mit der Maike entschieden. Wir tun es erneut: Ab Donnerstag wird gefastet. Süßigkeiten, Chips, FastFood und ähnlich teuflische Nahrungsmitteln gehören verbannt. Mindestens bis zum Abiball. Wenn nicht sogar länger.

Nico schrieb es | Schon 5 Kommentare...  | Kategorie: Zeug
18.05.2008

Meer der Zeit

Ich wurde gebeten, dies auch anderen zugänglich zu machen. Wunsch erfüllt.

Nico schrieb es | Schon 4 Kommentare...  | Kategorie: Ton, ich
18.05.2008

●•٠·˙

Nachtgespräche sind schön. Gehen tief. Reißen Wunden auf. Und pflegen sie.

Nico schrieb es | Bisher keine Kommentare...  | Kategorie: Momente, ich

Ein wenig spät, doch große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Trotzdem sollte man die großartigen Ereignisse daneben nicht vergessen und sie mit unscheinbaren Gesten doch noch ehren. Selbiges soll nun hier geschehen.

Ich danke für wundervolle sechsundzwanzig Stunden mit zwei mir sehr lieben Persönlichkeiten meiner näheren Umgeblichkeiten. Ich danke für die Fahrten mit dem einmaligen Citycruiser, der entgegen aller Erwartungen doch zwei Gänge bseitzt. Ich danke für die Baumarkt-Action und die daraus folgende Grillimprovisation. Ich danke für das absolut medium gegrillte Fleisch, aber vor allem für den mega Nudelsalat. Ich danke für das Lagerfeuer. Ich danke für eine Nacht des öfteren Erwachenns, in der man sich fragte, ob Bahnstreik nicht doch toll ist. Ich danke für das Schwimmen im wirklich warmen See und die Erkenntnis aus dem Wasser heraus nicht zu winken. Ich danke für die Erläuterungen der gepflegten Umgangssprache: “Das macht dich doch nur spannender und attraktiver!” Ich danke für lauschende Ohren beim Gitarrenspiel und einen sich zurückerinnernden Nachbarn. Ich danke für das Opfer der Mitanwesenden, dass nur sie leiden mussten unter den Sprüchen, Kommentaren und, und. Ich danke, dass wenigstens ich mir vertraut und eine Sternschnuppe gesehen habe.

Ich entschuldige mich bei einem Wesen, dass vor verschlossener Türe stand.

Nico schrieb es | Schon 5 Kommentare...  | Kategorie: Momente, Welt, ich
11.05.2008

(14) Unsicher sein

Nach all den Klausuren und durchzechten Nächten mal wieder ein kleines Gespräch - abgetippt, aber trotzdem klangvoll. Vage Momente, ungewisse Situationen. Nicht wissen, wie alles weitergeht. In der Schwebe. Eine Unterredung mit ein paar Gestalten der Nacht.

Wie fühlt ihr euch zur Zeit?
Gut! Alle Abiklausuren liegen hinter uns, das kann man einfach nur feiern. - Aber irgendwie ist es auch paradox. Gleichzeitig beschleicht mich zumindest immer auch ein trauriges Gefühl: bald ist das alles vorbei. Dann möcht ich wieder zurück auf den Boden kommen, um das hier alle noch genießen zu können. - Der Anfang ist gemacht, doch unser Leben entscheidet sich in den nächsten ein, zwei Jahren. Ein merkwürdiges, unheimliches Gefühl.

Unheimlich? Ist es nicht schön, dass euer Leben nicht vorherbestimmt ist?
Das stimmt schon. Aber… - Es ist einfach so, dass man so unsicher ist. Heutzutage kann man nicht eindeutig sagen, dass das Leben gut laufen wird, dass man alles erreichen wird, was man will. - Wir brechen aus unserer behüteten Umgebung aus. Werden selbstständig. Aber die Sicherheit geht damit auch verloren. Man fragt sich, ob man aufgefangen wird, wenn man einmal fallen sollte. - Es ist viel Freude, aber auch Angst in mir. Ich weiß nicht, wie sich das alles weiterentwickeln wird. Ich habe Angst die Leute hier zu verlieren. Das dämpft die Euphorie ein wenig, trotzdem wird gefeiert.

Verlust von Freundschaften?
Ja. Heute bleibt man ja nicht mehr in Berlin. Alle zieht es irgendwo hin. Mich nach Frankreich. Andere nach Afrika. - Aber auch innerhalb Deutschlands. Du gehst nach Freiburg, die eine nach Greifswald, er nach Erfurt. - Wir haben das Glück zu dieser Zeit zu leben. Man kann per Mail, Telefon, Skype, MSN, studiVZ und dem ganzen Zeug Kontakt halten mit all den Leuten. Und ein jeden von uns verschlägt es irgendwann wieder nach Berlin. Dann wird man sich hoffentlich wiedersehen. - Es ist die Umstellung von den täglichen, wöchentlichen Begegnungen in Freundschaften, die über trefflose Distanzen gehalten werden, die so bedrohlich wirkt. Wahrscheinlich auch ist.

Wie wär es auch mit Briefen oder Postkarten statt Internet?
Seltener. Internet geht einfach schneller. Briefe werden persönlicher und wertvoller.

Die Welt im Wandel…
Ja. Das ist sie. - Aber es ist auch gut so. Das ermöglicht neue Blickwinkel. Neue Denkweisen. Neue Erfahrungen. Stillstand hilft keinem. - Wir brechen auf in eine neue Zeit. Altes bleibt zurück, wirklich wichtige Beziehungen bleiben erhalten. Die Unsicherheit wird mit Genussmitteln versteckt.

Ein letzter Zweifel?
Glaubt ihr es ist gut, dass sie grad Wein, Sekt und Rum trinkt?

Nico schrieb es | Schon 4 Kommentare...  | Kategorie: Sein

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