Meer der Zeit
vom 18.05.2008

Ich wurde gebeten, dies auch anderen zugänglich zu machen. Wunsch erfüllt.

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Der Sommer ist da!
vom 24.04.2008

Bitte begüßt ihn angemessen. Mit Freude. Und Freunden. Alles klar!

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Keine Sorge. Der Titel mag irritieren. Es geht nicht um irgendeine Art der Angst vor Schwulen, Lesben oder Heterosexuellen. Es geht um den Wortursprung. Der Angst vor dem Gleichen. Vor dem Stillstand. Status Quo. Der Verlust der Individualität. In dieser rasenden Welt verliert man sich in Entfremdung. Du betrittst die Straße und wie ein reißender Strom zieht sie dich fort. Doch du kommst nirgendwo anders an. Du ziehst fort und bleibst doch. Hier ist hier ist da ist hier. Alles gleich. Alle sehen gleich aus. Alle denken gleich. Alle sind gleich. Sagt ja auch die Bibel und weise Leute. aber bei denen klingt das so positiv. Als wäre das gut. Sollte denn nicht jeder anders sein? Einzigartig? Ist wohl eine Illusion, wenn ich mich im Bus oder in der U-Bahn umschaue. Eine Illusion des Anti.Nichts. Großartig!

Julius hat ein Lied geschrieben. So familiar. Auch ohne Musik ein Lesen wert:

After heaven has talked with you, your face is so familiar.
And nice is nice, but nice is just fuck you
and at least for this time I guess she was right.

So damn the same, so damn the same, so damn the same,
you look like everybody in this room.

I question all of my sense.
I close my eyes just to mix up your voices.
Being stuck in the middle of something
like village of the damned.

So damn the same, so damn the same, so damn the same,
you look like everybody in this room.
And everybody else looks like you.
It’s nothing we can say, nothing we can do,
it’s just that

So damn the same, so damn the same, so damn the same,
you look like everybody.
And i’m so damn ashamed, so damn ashamed, so damn ashamed,
I look like everybody too

Doch wie wird man wieder einzigartig? Wie wird man wieder Singular? Keine Masse. Nicht gleich. Nicht nett. Nicht wie man sein soll, sondern wie man sein will. Ich weiß es nicht. Ist es wichtig? Oder sollte man vergessen, dass man ist wie man ist wie man nicht sein will? Manche Dinge ändern dich nie.

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Man glaubt heute gar nicht mehr, wie groß die Welt noch sein soll. Die gefühlte Größe ist klein. Gefühlt ist ja eh alles anders. Doch wie groß ist die Welt denn noch wirklich? Alles ist so nah. Ich setz mich in den Flieger und bin woanders. Deutschland. Bolivien. Finnland. Australien. Ost. West. Nord. Süd. Alles innerhalb von Stunden. Und das Internet. Bin ich hier oder bin ich schon fort? Minutenweise um die ganze Welt. Kommunikation der Kulturen überall. Entfernungen spielen doch keine Rolle mehr. Außer vielleicht beim Bonusmeilensammeln. Man könnte die These aufstellen, es gäbe gar keine Fernbeziehungen mehr. Weil ja alles so nah ist.
Doch wünscht man sich immer diese Nähe? Will ich immer wissen, was auf der anderen Seite der Welt passiert, wenn ich noch nicht mal meinen Nachbarn kenne? Also wirklich kennen. Nicht nur wissen, dass es ihn gibt. Entfernungen werden verkehrt. Was nah ist, wirkt fern. Was fern liegt, scheint nah. Paradox, aber leider Wahrheit. Ich möchte nicht wissen, warum ein Sack Reis irgendwo anders umfällt. Aber ich will fühlen. Ich will leben. Mit den Menschen um mich herum. Alles ist so tot in der Stadt. Gesichter wie Wände. Augen wie Scheiben, doch das Innere ist nicht zu erkennen. Anonym lebt man nebeneinander. Nicht miteinander, eher gegeneinander. Und so soll Erfüllung aussehen? Da will ich dann doch fort. Weit weg in die Ferne, die ja doch so nah ist. Verwirrend. So zieht das Leben unaufhaltsam dahin. Am Ende ist ja doch alles entfernt.

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21:27
vom 20.02.2008

21.27 Uhr. Die Mikrowelle pingt. Essen fertig. Aufgewärmt. Von innen. Wie die Liebe. Alle Gefühle wie die Vitamine dabei zerstört. Der Traum schmilzt dahin. Ping. 3 Minuten bei 600 Watt. Ping. Irgendwo anders hört man das Säuseln irgendeines beliebigen Nachrichtensprecher. Monotone Stimme. Klingen sie doch alle irgendwie gleich. Und er erzählt von der weiten Welt. Doch keine Sehnsucht entsteht. Ping. Aufgewärmtes Essen. Wie das Leben. Irgendwie schon am Leben, aber doch nicht lebendig. Halt nur aufgewärmt. Nix Neues, nix Einzigartiges. Individualität? Pustekuchen! Aufgewärmt!
So zieht der Abend dahin. Im Ersten beschäftigt man sich mit der Geschichte. Schuldgefühle. Doch wofür? Für das Sein in diesem Land? Niemals! Bewusstsein, ja. Erinnern, ja. Nie wieder, ja. Aber Schuldgefühle – oh bitte, nein! Das Thema ist wichtig. Doch ist es wieder immerzu aufgewärmt. In der Mirkowelle. Ping.

A wie andauernd
B wie Bestimmung
E wie ewig
N wie natürlich
D wie du

Alles zieht dahin. Die Liebe. Das Leben. Gefühle. Die Sehnsucht. Was bleibt sind die Gedanken. 21.41 Uhr. 14 Minuten. Hätt ich das Essen im Ofen gehabt, wär es nun verbrannt. In der Mikrowelle nicht. Es ist zwar wieder kalt. Aber ich dreh einfach den Schalter. 3 Minuten. Ping.

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Ich fand den Abend nett. Unkompliziert. Fabelhaft. Mein Geburtstag einfach.
*nebenbei: Ukulele lernen macht Spaß! Wer noch Fotos hat, bitte an mich…*

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weiter geht's immer