Da wir bekanntlich Ende des nächsten Jahres alle ins Gras beißen werden, ist es sicherlich sinnvoll das letzte Jahr einem allerletzten Rückblick zu unterziehen. Gar nicht unbedingt, um in alten Erinnerungen zu schwelgen und sich diese näher zu bringen. Eher, um diese völlig unzureichend festzuhalten und sich so distanzieren zu können. Platz schaffen für das kommende Jahr, das wohl letzte. Aber wer will das schon?

Der hirnrissigste Plan?
Zuerst die Idee Südamerika zu durchqueren, aber das findet ja nun im Sommer statt. Daher wohl das Vorhaben, den WG-Flur in eine voll ausgestattete Bowlingbahn zu verwandeln. Mitbewohner sind weiterhin skeptisch.
Die gefährlichste Unternehmung?
Mit dem Sri Lankischen Militär über die eingetragene Dauer meines Visums zu diskutieren. Sollte man einfach nicht.
Das leckerste Essen?
Essen in Bangkok. Kulinarisch bin ich diesem Land nun wohl endgültig verfallen.
Das beeindruckendste Buch?
Begeistert war ich von den Einsichten aus Ulf Hannerz’ Buch Transnational Connections: Culture, People, Places. Beeindruckend bedrückend waren die Schilderungen Mirijam Weibergs zum ethnischen Konflikt in Sri Lanka in Der Konflikt in Sri Lanka – Nach dem Krieg ist vor dem Krieg.
Der ergreifendste Film?
Pina von Wim Wenders gehört sicherlich zu den guten Filmen aus 2011. Auch Melancholia kann man hier nennen. Letztendlich war es dann aber für mich Tropical Amsterdam von Alexa Schulz – auch auf Grund des persönlichen Kontaktes mit den Betroffenen.
Die beste CD?
Live-Alben sind ja doch immer besser als welche aus dem Studio. Daher eindeutig Zaz mit Sans Tsu Tsou.
Das schönste Konzert?
Puh. Konzerte gehörten dieses Jahr zu den Dingen, die zu kurz kamen. Sonst allerdings die Luftschiffkapelle.
Die schönste Theatererfahrung?
Womanbomb von Ivana Sajko im Salon5 in Wien.
Die interessanteste Ausstellung?
naive kunst // art brut im Lagerhaus in St. Gallen.
Die meiste Zeit verbrachte ich mit?
Meinen Kommilitonen. Dem Studium und Studentsein gehörte auch dieses Jahr.
Vorherrschendes Gefühl 2011?
Vieles in Frage stellen, um am Ende festzustellen, dass alles bestens ist.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Ach.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Was mich in 2012 erwartet.
2011 war mit (fast) einem Wort … ?
Überragend anschlussfähig











